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Titelaufnahme

Titel
Emotionale Intelligenz im Mannschaftssport - Schlüssel zum Erfolg? : der Zusammenhang zwischen emotionaler Intelligenz und der Beurteilung nonverbalen Verhaltens im Fußball / vorgelegt von Nils Gatzmaga ; [Gutachter: 1. Gutachter: Prof. Dr. Matthias Weigelt, Universität Paderborn ; 2. Gutachter: Jun.-Prof. Dr. Robert Kordts-Freudinger, Universität Paderborn]
AutorGatzmaga, Nils
BeteiligteWeigelt, Matthias In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Kordts-Freudinger, Robert In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2017
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (X, 170 Seiten) : Diagramme
HochschulschriftUniversität Paderborn, Univ., Dissertation, 2017
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 10.05.2017
Verteidigung2017-05-10
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-28381 Persistent Identifier (URN)
DOI10.17619/UNIPB/1-92 
Lizenz
CC-BY-Lizenz (4.0)Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Dateien
Emotionale Intelligenz im Mannschaftssport - Schlüssel zum Erfolg? [3.17 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit war es, detailliert zu überprüfen, ob ein Zusammenhang zwischen emotionaler Intelligenz als Trait und der Fähigkeit existiert, emotionale und soziale Attribute anhand des nonverbalen Verhaltens zuverlässig zu beurteilen. Dazu kamen kurze Videoausschnitte aus realen Fußballspielen zum Einsatz, in denen verschiedene Spieler in Nahaufnahme zu sehen sind. Die Aufgabe der Probanden bestand darin, den aktuellen Spielstand anhand des nonverbalen Verhaltens aus Sicht des im Video gezeigten Spielers auf einer semantischen 11-Punkte-Differenzialskala von hoch hinten bis hoch vorne einzuschätzen. Die Ergebnisse von Studie 1 zeigen, dass sogar Laien den Spielstand zutreffend diagnostizieren konnten, obwohl sie über keine Expertise im Leistungsfußball verfügten. Aus evolutionspsychologischer Sicht ist dieser Befund dahin-gehend zu interpretieren, dass der Mensch grundsätzlich bereits über die angeborene Fähigkeit verfügt, emotionale und sozi-ale Attribute anhand des nonverbalen Verhaltens zu beurteilen. In Studie 2 wurden die Befunde aus Studie 1 mit Leistungs-fußballern als Experten repliziert. Allerdings konnten die Experten den Spielstand nicht genauer ein-schätzen als die Laien aus Studie 1, woraus sich schlussfolgern lässt, dass sportartspezifische perzeptuell-kognitive Expertise offenbar keinen mess-baren bzw. signifikanten Einfluss auf die Beurteilung nonverbalen Verhaltens hat. In Studie 3 wurde geprüft, ob ein Zusam-menhang existiert zwischen Trait-EI, gemessen mit dem trait emotional intelligence questionnaire (TEIQue), und der Spiel-standseinschätzung. Die Ergebnisse zeigen, dass sich zwar kein signifikanter Zusammenhang zwischen globaler Trait-EI und Spielstandseinschätzung ergab, dafür aber zwischen der Skala Emotionswahrnehmung und Spielstandseinschätzung. ...

Zusammenfassung (Englisch)

The goal of the present thesis is to test if relationships between a measure of trait emotional intelligence (trait EI) and the ability to detect whether football players are trailing or leading in a football game based on their nonverbal behavior. Therefore, participants who were unexperienced in professional football watched short videos of televised football games depicting football players and rated whether athletes were trailing or leading (Study 1). Results indicated that participants could significantly differentiate between trailing and leading football players. These findings are in line with evolutionary accounts of nonverbal behavior and suggest that humans display nonverbal signals as a consequence of leading or trailing which can reliably be interpreted by others. In Study 2, the findings from Study 1 were replicated with expert participants showing that both proficient football players and unexperienced students rated the experimental score categories similarly. Thus, domain specific knowledge did not influence the precise judgment of nonverbal behavior. Finally, the aim of Study 3 was to test the relationships among trait EI assessed by the trait emotional intelligence questionnaire (TEIQue) and again the ability to estimate the score based on the perception of thin slices of players nonverbal behavior. Results revealed that trait EI did not correlate with the ability to decode nonverbal behavior, but the subscale emotion perception did. Altogether, these findings provide limited sup-port for links between trait EI and how we reliably decode natural expression of emotion in sports settings. Limitations and future directions are discussed. The final discussion aims to highlight the utility of trait EI for high performance teams, athletes and sport coaches.