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Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen zum Einfluss von Lebensmittelverarbeitung und -verarbeitungsgrad auf die Energie-, Nährstoff- und Zusatzstoffzufuhr von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen / vorgelegt von M.Sc. Claudia Niggemeier
AutorNiggemeier, Claudia
BeteiligteHeseker, Helmut In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Buyken, Anette In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2017
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (V, 158 Seiten) : Diagramme
HochschulschriftUniversität Paderborn, Dissertation, 2017
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 13.07.2017
Verteidigung2017-07-13
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-28849 Persistent Identifier (URN)
DOI10.17619/UNIPB/1-136 
Dateien
Untersuchungen zum Einfluss von Lebensmittelverarbeitung und -verarbeitungsgrad auf die Energie-, Nährstoff- und Zusatzstoffzufuhr von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen [2.96 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Anteil von verarbeiteten, verzehrfertigen Lebensmitteln an der Gesamtnahrungsaufnahme hat in den letzten Jahrzehnten zuungunsten der aus Grundnahrungsmitteln selbst zubereiteten Mahlzeiten stark zugenommen. Die Zielsetzung dieser Arbeit bestand darin, den Einfluss unterschiedlicher Anteile (hoch) verarbeiteter Lebensmittel in der Ernährung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf ausgewählte Parameter zu analysieren.Die Untersuchung erfolgte auf Grundlage der VELS-, EsKiMo- und NVS II-Verzehrprotokolle (n = 2.985). Eine datenbankgestützte Einteilung aller protokollierten Lebensmittel aufgrund des Verarbeitungsgrads wurde mit Hilfe eines neu entwickelten Kategorisierungssystems vorgenommen. Durch einen hohen Anteil von hoch verarbeiteten Lebensmitteln an der Ernährung, konnten eindeutige negative Auswirkungen festgestellt werden: geringerer Anteil an Obst und Gemüse, höher Anteil an Wurstwaren, Süßigkeiten und gesüßten Getränken, höhere Energiedichte, geringere Nährstoffdichte, höhere Zusatzstoffzufuhr (qualitativ) und insbesondere im Kindesalter ein höheres Risiko für Übergewicht. Handlungsempfehlungen für die Lebensmittelindustrie bestehen darin, durch Produktreformulierungen ernährungsphysiologisch günstigere Lebensmittel zu produzieren. Auf Verbraucherebene ist eine Veränderung der Proportionen des täglichen Speiseplans sinnvoll, so dass der Anteil frischer Lebensmittel erhöht und verarbeiteter Lebensmittel reduziert wird.

Zusammenfassung (Englisch)

In the last decades the proportion of processed, ready-to-eat food in total food consumption has increased, whereas the amount of homemade meals prepared from basic food has decreased. The objective of this thesis was to assess the effect of food processing on dietary quality of children, adolescents and adults. The investigation was based on food record data from three nutrition surveys (VELS, EsKiMo, NVS II, n = 2.985). A database was created to classify the consumed food based on their processing state. For this purpose a newly developed classification system was used. The dietary quality was negatively affected by large amounts of highly processed foods: lower proportion of fruits and vegetable, higher proportion of sausage products, sweets and sugar-sweetened beverages, a higher energy density, a lower nutrient density, a higher supply of food additives (qualitative) as well as, in particular, a higher risk for the overweight in childhood. Recommendations for the food industry are to produce products that are nutritionally well-balanced by changing recipes, the process of production and basic food. Consumers are advised to change the proportions of daily food consumption in order to increase the amount of fresh food and to reduce the portion of processed food.