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Titelaufnahme

Titel
Reine Formalität? : subjektive Leistungsbeurteilungen und geschlechterspezifische Unterschiede in tariflichen Leistungszulagen / von Yilmaz Özdemir-Rose, M.Sc. ; Erstgutachter: Prof. Dr. Martin Schneider, Zweitgutachterin: Prof. Dr. Anja Iseke
AutorÖzdemir-Rose, Yilmaz In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
BeteiligteSchneider, Martin In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Iseke, Anja In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2018
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (XXX, 154 Seiten) : Diagramme
HochschulschriftUniversität Paderborn, Dissertation, 2018
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 21.02.2018
Verteidigung2018-02-21
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-30180 Persistent Identifier (URN)
DOI10.17619/UNIPB/1-268 
Dateien
Reine Formalität? [1.32 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen einer Fallstudie die Auswirkungen von Geschlechtereffekten in Leistungsbeurteilungen auf die variable Vergütung von tariflichen Beschäftigten. Der Fallbetrieb stammt aus der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen und ist aufgrund der Bestimmungen des Entgeltrahmenabkommen-Tarifvertrags dazu verpflichtet, seine ca. 3.500 Beschäftigten jährlich hinsichtlich der individuell erbrachten Leistungen zu evaluieren. Die empirischen Auswertungen von mehr als 12.000 Beschäftigtenbeurteilungen für die Jahre 2011 bis 2014 zeigen, dass Frauen grundsätzlich von einer Formalisierung der Bewertungen profitieren. Demnach erhalten weibliche Beschäftigte im Rahmen eines formalisierten Bewertungssystems bessere Leistungsbeurteilungen als vergleichbare männliche Beschäftigte. Da das Ergebnis der Beurteilungen an die Vergütung der Beschäftigten gekoppelt ist, bekommen Frauen nicht nur bessere Bewertungen, sondern auch höhere entgeltliche Zulagen als Männer. Im umgekehrten Fall, wenn Führungskräfte die Leistungen von Frauen in einem weniger formalisierten System mit subjektivem Charakter bewerten, werden weibliche Beschäftigte schlechter evaluiert als vergleichbare Männer. Durchgeführte Experteninterviews bieten ein besseres Verständnis der Fallstudienergebnisse und der generellen Kritik an Leistungsbeurteilungen. Aus den Interviews geht hervor, dass die tariflichen Leistungsbeurteilungen einen geringen Anreiz zur Leistungssteigerung bieten und zudem tendenziell als subjektiv wahrgenommen werden. Durch die Kombination quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden liefert die vorliegende Dissertation wichtige Anhaltspunkte, um das tarifliche Leistungsbeurteilungssystem zukünftig leistungsgerechter zu gestalten.

Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation presents case study evidence on how possible gender stereotypes influence ratings in the appraisal system and the resulting bonus payments. The firm belongs to the metal and electrical industry in North Rhine-Westphalia and, thus, has to evaluate the performance of its more than 3,500 employees according to the collective agreement Entgeltrahmenabkommen (ERA). Based on more than 12,000 personnel records of the years 2011 to 2014, the results show that women benefit from formalization. Accordingly, within formalized appraisal systems, female employees receive better performance evaluations than otherwise equal male employees. Since the outcome of the evaluation is linked to employees remuneration, women do not only receive better ratings but also higher bonus payments than men. Conversely, when women choose a less formalized, subjective system of output appraisal, their performance will be evaluated worse than mens. Interviews with professionals provide a better understanding of the case study results and the general criticism concerning performance appraisals. The interviews reveal that the performance appraisals provide only a minor incentive for performance enhancement and are perceived as being rather subjective. By the combination of quantitative and qualitative research methods, the present dissertation provides important insights in order to design a more performance oriented appraisal system in the future.

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