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Titelaufnahme

Titel
Hans Werner Richter - Wolfgang Borchert : zwei Schriftsteller im 2. Weltkrieg ; ihre Kriegseinsätze und die Umsetzung in Literatur / eingereicht von Katrein Brandes ; Gutachter: 1. Professor Dr. Michael Hofmann, 2. Professor Dr. Norbert Eke
AutorBrandes, Katrein
BeteiligteHofmann, Michael In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Eke, Norbert Otto In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2018
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (231 Seiten) : Illustrationen, Karten
HochschulschriftUniversität Paderborn, Dissertation, 2017
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 07.12.2017
Verteidigung2017-12-07
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-30380 Persistent Identifier (URN)
DOI10.17619/UNIPB/1-288 
Dateien
Hans Werner Richter - Wolfgang Borchert [5.94 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hans Werner Richter und Wolfgang Borchert, zwei der bekanntesten deutschen Nachkriegsschriftsteller, waren selbst auf erbittert umkämpften Schauplätzen des 2. Weltkrieges eingesetzt: Richter in Italien bei Cassino, Borchert an der Ostfront südlich Moskaus. Trotz der Auseinandersetzung mit ihren literarischen Zeugnissen aus dieser Zeit, wie Richters Roman „Die Geschlagenen“ und Borcherts Kurzgeschichten, ist die Frage nach ihrem eigenen Kriegserleben, nach Schuldbewusstsein und dem Niederschlag in ihrer Literatur wissenschaftlich bisher nur unzulänglich untersucht worden. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, diese Lücke zu schließen.Anhand der fiktionalen Texte und Feldpostbriefe beider Autoren, von Wehrmachtsberichten und militärhistorischen Werken konnte die Einsatzroute H. W. Richters eindeutig festgestellt werden, W. Borcherts Stationierungsorte lassen Varianten offen. Trotz vergleichsweise ähnlicher Kriegserlebnisse war die literarische Umsetzung unterschiedlich: Denn Richter vermied künftig jeden Rückblick, während Borchert in seinen Monologen und Appellen an Einsicht gewann. NS-Zeit, Besatzungsstatus, Schuld thematisierten beide nicht. Die fremde Zivilbevölkerung geriet kaum in ihren Fokus. Heute ist zu beobachten, dass der 2. Weltkrieg in der Erinnerung der Deutschen zwar noch virulent ist, jedoch Motive vorliegen müssen (Menschenrechte), Kriegseinsätze wieder zu akzeptieren - die Appelle verhallt sind?

Zusammenfassung (Englisch)

Hans Werner Richter and Wolfgang Borchert, two of the most prominent German post-war writers, were both deployed on fiercely embattled arenas of World War II: Richter near Cassino, Italy, Borchert at the Eastern Front south of Moscow.Despite the discussion about their literary account on this time, like Richters novel “Die Geschlagenen” (The Defeated) and Borcherts short stories, the question about their own war experiences, their feelings of guilt, and the impact on their literature has in German studies only insufficiently been examined. This work seeks to fill the gap.By analyzing the fictional texts and front letters from both authors, H. W. Richters operational route could be traced definitely, while W. Borcherts stationing locations allow for various paths. Though their war experiences are comparable, the translation into literature differed: Richter avoided retrospection, while Borchert gained insight through his monologues and appeals. Neither of them broached the topics of Nazi time, occupational status, or guiltiness. The foreign civilian population was rarely a focal point of their attention.Today we can observe that World War II is still prominent in German remembrance, but that there exist motives (human rights) to accept military operations again - whether appeals have been forgotten?

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