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Titelaufnahme

Titel
Die UnVollendete: Tradition in praktisch-theologischer Neuinszenierung - eine wissenschaftstheoretische Note / vorgelegt von: Marion Rose
Weitere Titel
The UnFinished: Tradition in a new practical-theological production - an epistemological note
AutorRose, Marion
BeteiligteBurrichter, Rita In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Reis, Oliver In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2018
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (629 Seiten)
HochschulschriftUniversität Paderborn, Dissertation, 2018
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 06.09.2018
Verteidigung2018-09-06
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-32001 Persistent Identifier (URN)
DOI10.17619/UNIPB/1-442 
Dateien
Die UnVollendete: Tradition in praktisch-theologischer Neuinszenierung - eine wissenschaftstheoretische Note [5.22 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die wissenschaftstheoretische Studie bewegt sich im Bereich der Grundlagenforschung der Praktischen Theologie und überprüft deren aktuelle Selbstprädikation als »Wirklichkeitswissenschaft« auf eingelagerte Widersprüche, um sodann nach freiliegenden Potentialen innerhalb dieser Formel zu tasten. Sie stellt dabei eine die Prakt. Theol. durchziehende apriorische Geschichtsverkennung fest, welche in einer unstimmigen Einspielung von »Tradition« manifest wird und sich dort entweder als relativistische (unhist.) oder fundamentalistische (überhist.) Tendenz artikuliert, was letztlich das prakt.-theol. Unternehmen als einer Wirklichkeitswissenschaft insgesamt zu gefährden droht. Sich selbst in diesem wirklichkeitswissenschaftl. Verständnis verankernd, schließt die Autorin die prakt.-theol. Fundierungen im Erfahrungsbezug und im Anschluss an die Postmoderne nun mithilfe von Denkbewegungen der Alteritätstheorie auf Erweiterungen auf und macht den Vorschlag, die »traditionelle« Unstimmigkeit mit dem geschichtswissenschaftl. Theorieangebot der Mentalitätengeschichte zu bearbeiten. Den mentalitätengeschichtlichen, von Tiefenschichten geprägten Geschichtsbegriff markiert die Verfasserin als weiterführend, da er »Tradition« mit einer Bruchstruktur versieht, welche sie als »unVollendet« zu fassen erlaubt: als Innovation, die sie in ein stetes Werden geöffnet sein lässt. In einer Re-Vision der prakt.-theol. etablierten Jetztbezogenheit gelangt die Autorin schlussendlich zu dem grundlegenden Votum, die Prakt. Theol. nunmehr im Zeichen der Geschichtlichkeit zu entwerfen, was ausdrücklich als Radikalisierung, nicht als Entfremdung von der wirklichkeitswissenschaftl. Prädikation begriffen wird und die Prakt. Theol. darin als kontextuell grundiert und phänomenologisch perspektiviert entwickelt.

Zusammenfassung (Englisch)

As a study of epistemology, this doctoral thesis uncovers embedded contradictions in Practical Theologys self-predication as a »science of reality« in its current state, in order to then probe for exposed potentials within this formula. In a thorough survey of Practical Theology, it diagnoses a predisposed misjudgement of history at as a central problem of the field. This misjudgement manifests itself in an inconsistent inclusion of »tradition«, articulating itself either as a relativistic (unhistorical) or as a fundamentalist (supra-historical) tendency. In consequence, the thesis maintains, this inconsistency endangers Practical Theology as a science of reality altogether. Working from within this realm of scientific reasoning, the author expands both practical-theological foundations in experience and postmodernism by opening up towards a Philosophy of Alterity. She proposes to resolve the »traditional« discrepancy by turning to a History of Mentalities - a theoretical approach in the study of history. This mentality-historical conception of history is characterized by deep coatings. History thus conceived, provides »tradition« with a fractured structure that allows it to be understood as »unFinished«: as an innovation that consents it to be opened into a constant becoming. In a re-vision of the practical-theologically established now- and present-relatedness, the author finally argues to design the discipline of Practical Theology itself in the sign of historicity. This is explicitly understood as radicalization, not as alienation of Practical Theologys real-scientific set-up, and is therein developed as a contextually primed and phenomenological perspective.

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