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Titelaufnahme

Titel
The impact of leadership skills, social pressure and sabotage behavior on individual income and the performance of teams / Christian Deutscher
AutorDeutscher, Christian In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2010
UmfangV, 144, XXIX S. : graph. Darst.
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 14.06.2010
SpracheEnglisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466-20100721016 Persistent Identifier (URN)
Dateien
The impact of leadership skills, social pressure and sabotage behavior on individual income and the performance of teams [0.86 mb]
abtract deutscher [15.44 kb]
zusammenfassung deutscher [14.8 kb]
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Nachweis
Klassifikation

Deutsch

Erst in jüngster Vergangenheit haben sich wissenschaftlichen Studien damit beschäftigt, Persönlichkeitsmerkmale als Lohndeterminante aufzunehmen. Dies liegt unter anderem daran, dass in der Theorie für den Einfluss von Persönlichkeit auf Gehalt keine Aussagen getroffen werden. Zudem ist anzunehmen, dass Charaktereigenschaften, in Abhängigkeit vom jeweiligen Arbeitsplatz, unterschiedlich entlohnt werden. Gegeben diesen Bewertungseigenschaften bleibt dennoch die Frage offen, welchen Einfluss die Persönlichkeit von Menschen auf ihre Vergütung im Beruf hat. Hierbei ist selbstverständlich für weitere Merkmale wie Humankapital, kognitive Fähigkeiten und Arbeitsleistung zu kontrollieren. Das Hauptziel der vorliegenden Dissertation ist es daher, die bestehende Forschungslücke zu schließen, indem Charaktereigenschaften als Einflussdeterminanten der Lohnhöhe berücksichtigt werden.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird hauptsächlich der Forschungsfrage nachgegangen, inwieweit Persönlichkeitsmerkmale Einfluss auf das Gehalt nehmen. Untersuchungsgegenstand sind hierbei professionelle Sportligen, namentlich die National Basketball Association, die National Hockey League und die Fußballbundesliga. Für diese Ligen ist eine sehr große Datenfülle gegeben, die neben individuellen Leistungskriterien auch Informationen über die Gehaltshöhen gibt. Zudem stellt die Teamsportindustrie einen weiter wachsenden Wirtschaftszweig dar, für den das Forbes Magazin detaillierte Informationen bezüglich der Teamwerte veröffentlicht. Ihren Informationen zufolge ist die National Basketball Association die Liga, welche den höchsten durchschnittlichen Teamwert aufweist. Die 30 Teams umfassende Liga kann hierbei einen Durchschnittswert von 367,0 Millionen US-Dollar vorweisen. Die Teamwerte der National Hockey League sind mit durchschnittlich 222,6 Millionen US-Dollar vergleichsweise geringer. Für die deutsche Fußballbundesliga werden lediglich für die sechs wertvollsten Teams Werte veröffentlich. Es lässt sich feststellen, dass die Verteilung wesentlich ungleicher ist als in den US-amerikanischen Ligen. Da über die letzten Jahre neben den Teamwerten auch die generierten Einnahmen stark angestiegen sind, lässt sich vermuten, dass die Spieler der jeweiligen Ligen über höhere Gehälter an dieser Entwicklung partizipieren, was im Rahmen der folgenden Arbeit auch verdeutlicht wird. Die voranstehenden Teamwerte berücksichtigend lässt sich festhalten, dass sich die Teamsportindustrie auch aus ökonomischer Perspektive als Untersuchungsgegenstand anbietet.

Die vorliegende Dissertation geht unter anderem der Fragestellung nach, welchen monetären Bonus Führungspersönlichkeiten im professionellen Teamsport und bei anderen Gruppenproduktionen erhalten. Im Bezug auf Führungsqualitäten wird von Mannschaftskapitänen erwartet, dass sie ebendiese aufweisen. Fraglich ist, inwieweit sie hierfür zusätzlich monetär entlohnt werden. Im Bezug auf die Fußballbundesliga kann in Abhängigkeit von den Modellspezifikationen gezeigt werden, dass der monetäre Surplus für den Kapitän zwischen 25 und 67 Prozent beträgt. In Anlehnung an diese Untersuchung wird folgend gezeigt, dass Kapitäne in der National Hockey League zwischen 21 und 35 Prozent Gehaltsaufschlag erhalten.

Diesen Untersuchungen folgend, wird im Anschluss der Fokus auf die monetäre Entlohnung von Nervenstärke in der National Basketball Association gelegt. Im professionellen Teamsport kommt es wiederholt zu Situationen, in denen sich der Ausgang erst kurz vor Abschluss des Wettbewerbs entscheidet. Es stellt sich demnach die Frage, inwieweit Spieler, die ihr Produktivitätslevel in entscheidenden Spielsituationen aufrechterhalten oder gar verbessern können, hierfür zusätzlich entlohnt werden. Für den Beobachtungszeitraum von vier Jahren können wir zeigen, dass Spieler tatsächlich für ihre Nervenstärke zusätzlich finanziell entlohnt werden. Des Weiteren stellen wir fest, dass sich die Nervenstärke von Spielern mit steigernder Erfahrung nicht verbessert. Dies bestätigt frühere Befunde, dass sich kognitive Fähigkeiten im Zeitablauf kaum ändern.

In engem Zusammenhang zu diesen Ergebnissen ist ein weiterer Teil der vorliegenden Arbeit zu sehen. Hier wird der Einfluss von Atmosphäre auf die Leistung von professionellen Basketballspielern analysiert. Eine Unterscheidung findet zwischen der Leistung während Heim- und Auswärtsspielen statt. Im Besonderen wird der Einfluss eines Vereinswechsels auf die Leistung vor unterschiedlichem Publikum gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass Spieler, welche vor der Saison bei einem anderen Team einen Vertrag unterzeichnet haben, im Saisonverlauf vor dem Heimpublikum eine signifikant schlechtere Leistung bei Freiwürfen aufweisen, während ihre Leistung während Auswärtsspielen unverändert bleibt. Dies bestätigt die Theorie des sozialen Drucks, welche eine Leistungsschwächung vor unterstützendem Publikum suggeriert. Die Zuhilfenahme von Quantilsregressionen verdeutlicht, dass vorwiegend schlechte Freiwerfer unter dem sozialen Druck leiden.

Unabhängig von diesen Befunden wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit analysiert, welchen Einfluss Stichtagregelungen im Jugendfußball auf die Spielerselektion, Gehaltshöhe und Verweildauer für deutsche Spieler in der Fußbundesliga haben. Stichtagregelungen führen zu einer frühen Selektion und besonderen Förderung der ältesten einer Kohorte. Diese führt später zu einer Überrepräsentation von Spielern in der Bundesliga, die kurz vor dem Stichtag geboren wurden. Für einen Zeitraum von 13 Jahren kann zudem gezeigt werden, dass diejenigen, die trotz eines nachteiligen Geburtstages für einen Bundesligisten auflaufen, kein Gehaltssurplus erhalten und Ceteris paribus auch keine Beeinflussung ihrer Karrieredauer erfahren. Diese Ergebnisse lassen sich intuitiv nachvollziehen, da der Geburtstag an sich kein Leistungsindikator ist, der eine monetäre Entlohnung bewirken sollte.

Hierauf folgend wird auf die Problematik von Sabotage in Turnieren mit heterogenen Teilnehmern eingegangen. Im Rahmen eines theoretischen Modells wird gezeigt, dass schwächere Turnierteilnehmer vermehrt auf Sabotage-Aktivitäten zurückgreifen, während stärkere Turnierteilnehmer in größerem Maße in legale Anstrengungen investieren. Diese theoretische Überlegung wird anschließend durch eine empirische Untersuchung gestützt. Mit Hilfe eines Datensatzes aus der Fußballbundesliga wird nachgewiesen, dass schwächere Mannschaften vermehrt foulen, während stärkere Mannschaften auf faire Tacklings zurückgreifen.

Anschließend wird auf ökonomische Aspekte von Fußballweltmeisterschaften eingegangen. Nach einem längeren Literaturüberblick wird eine Erweiterung ebendieser vorgenommen. Im Rahmen einer empirischen Analyse wird die monetäre Entlohnung von Einsätzen als Spieler in Weltmeisterschaftsturniren analysiert. Es zeigt sich ein signifikantes Gehaltssurplus für eingesetzte Spieler. Zudem erhöht sich ihre Wahrscheinlichkeit im Anschluss an das Turnier zu einem besseren europäischen Team zu wechseln.

Abschließend werden die Hauptergebnisse der Dissertation zusammengefasst und ein kurzer Ausblick auf folgende Forschungsprojekte gegeben.

English

Only recently, studies have started to include personality traits into the salary determination, even though it is common knowledge that cognition and personality are related to labor market participation. The scarcity of empirical evidence has earlier been explained by the fact that economic theory simply does not predict which personality traits influence earnings. Furthermore jobs themselves hold different demand on personality traits, which leads to personality being rewarded differently in different workplace situations. Having mentioned these specifics of evaluation, the question remains in which way personality influences salary - given individuals’ human capital, cognitive ability and job performance. The main goal of the following dissertation is to explain prior unexplained components of salary by personality traits.

To empirically test the following research questions, which mainly address the influence of personality on earnings, I use different data sets from professional sports, especially from the National Basketball Association, the National Hockey League and the German Bundesliga, whose characteristics are being described in detail in the respective work. Next to providing detailed information on individuals’ performance and salary, the team sports industry itself is an expanding market with team values growing on a yearly basis and reaching considerable magnitudes. Team evaluations are provided in detail by Forbes Magazine. For the leagues considered in this work, the National Basketball Association displays the high¬est average team value with 367.0 million US-Dollars for the league consisting of 30 teams. Team values in the National Hockey League are comparably lower, as the league which also consists of 30 teams exhibits an average team value of 222.6 million US-Dollars. For the German Bundesliga which is 18 teams strong, individual team values are only reported for the six most valuable teams. One observes team values to be way less equally distributed across these teams. As teams generate increasing revenues, individual player salaries also rise. Data on this is provided in the following work, also including information on salary history. As one can see, from an economic standpoint professional sports surely display an industry analyzing worthwhile.

Two parts of the following work deal with a personality trait which some individuals are asked to show in team sports as well as in other group productions. Leadership skills are assumed to be compensated monetarily, nevertheless there is a lack of empirical evidence for this common thesis. Since in professional sports the team captains are expected to possess these leadership skills, two parts will explore the impact of this ability on salary. One is about the monetary impact of leadership skills in professional soccer. Using data of 13 consecutive seasons from the German Bundesliga, we show that team captains receive a wage premium between 25 and 67 percent, dependent on the model specification. Following, a similar research question is applied, this time using data of four years from the National Hockey League. Again controlling for individual player characteristics and performance indicators I show that leadership ability is rewarded pecuniary by a premium between 21 and 35 percent.

Afterwards I turn to an analysis on the returns to mental toughness in professional basketball. We classify mental toughness to the personality trait of emotional stability, as it depicts individuals’ self-confidence and tendency to be calm. Since many team sporting events are decided during the last seconds of the game, the question arises if players, who are able to maintain their performance during crucial game situations, are rewarded pecuniary. While looking at the performance of players from the National Basketball Association for a time period of four consecutive years our data suggests that individuals get monetarily rewarded for exhibiting mental toughness. Furthermore, we show that experience does not improve the ability to maintain the individual performance level during crucial game situations. This implies that mental toughness is a congenital skill, a result which goes in line with findings that personality traits stay consistent throughout a lifespan.

Another work is closely related as it analyses the influence of the audience on the per¬formance from the free throw line in professional basketball. I distinguish between the performance in friendly and hostile environments as in home and away games. Since past research neglects the impact of a change of the audience, professional sports appear to be a fitting natural experiment as players change teams between seasons to face a new home crowd after a team switch. The results show that players who sign a contract with a new team show comparably worse performance in front of the new supportive audience compared to players who either do not change teams or get traded to a new team. I conclude that signing with a new team during the offseason puts additional pressure on the player during home games in the following season, while it does not impact performance during away games. Performing quantile regressions shows that especially bad free throw shooters performance suffers from signing with a new team.

Later I broaden my focus to other fields of research. One work is concerned with the impact of the implementation of cut-off dates on success in professional German soccer. Cut-off dates lead to groupings of children with regard to their birthdays. Especially at young age this leads to big differences in relative age between members of the same cohort, which in turn might lead to a selection bias. Older children of the cohort might be labeled as being more talented, simply due to their physical advantage over their younger counterparts. This actually causes an overrepresentation of German players who were born shortly after the cut-off date in the Bundesliga for a sample of 13 seasons. Prior studies find a wage premium for young players who make it to the professional level despite their age disadvantage. I also analyze this for my data set to find no support for this result, as the birth date does not affect the income. This makes sense in the way that only performance enhancing factors should result in a wage premium and the birth date itself should not impact the performance. In addition, hazard rates for players should be independent of the date of birth as, again, the birth date should not impact players’ performance. For the aforementioned data set on the Bun¬desliga this claim is supported.

Following in another work, we address the problem of sabotage in tournaments, when contestants are heterogeneous in ability. Our theoretical model states that favorites exert higher legal effort while underdogs are more tempted to engage in sabotage actions, since favorites are assumed to be more productive with respect to legal effort and both types of effort are substitutes. In a second step, we use data from German professional soccer to test this prediction empirically. In line with the theoretical model, we find that favorite teams win more tackles in a fair way, while underdog teams commit more fouls.

For my last work I once again broaden my focus to another field of research to provide insights on the economics of the FIFA World Cup, which is the most-viewed sporting event on earth and generates billions in revenues. We present a general review of the literature on financial impact of the World Cup for the hosting country. We provide an extension to the existing literature by analyzing the remuneration of participating in the World Cup as a player. Using data from the German Bundesliga we find support for a World Cup shop window effect. Participating in the World Cup raises players’ salary and increases their chance to move to stronger teams within Europe.

Finally, I conclude the dissertation by summarizing the results and providing a short outlook for ulterior research.