Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Untersuchung zu Radioprogrammen mit klassischer Musik : Darstellung, Nutzen, Vergleich und Akzeptanz / vorgelegt von Martina Bergler
AutorBergler, Martina In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2002
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2002
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466-2002010118 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Untersuchung zu Radioprogrammen mit klassischer Musik [1.59 mb]
zusfasng [8.66 kb]
abstract [8.32 kb]
Links
Nachweis
Klassifikation

Deutsch

Die Klassik-Programme der öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten sowie die Programme Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Berlin und das einzige private Radio-Programm mit klassischer Musik haben eines gemeinsam: Eine geringe Hörerzahl im Vergleich zu Serviceprogrammen mit populärer oder volkstümlicher Musik. Dies ist für ein Nischen- oder Spartenprogramm zunächst nichts Ungewöhnliches. Doch werden diese Programme auch noch in Zukunft Bestand haben? Fakt ist, dass ihre Hörer hauptsächlich in der Altersgruppe über 50 Jahren sind. Brauchen diese Programme jüngere Hörer, um langfristig am Markt bestehen zu können? Oder würden diese Programme von einer Mehrzahl an Hörern genutzt, wenn es mehr kommunikative Maßnahmen wie etwa Informationsbroschüren geben würde? Radioprogramme mit klassischer Musik haben heute ihren festen Platz im Hörfunkangebot. In den Programmen finden sich zum Beispiel kulturelle und politische Informationen, Features, Hörspiele, Lesungen, Magazinsendungen, Konzerte und Opernaufführungen in Aufzeichnungen oder Live-Übertragungen. Werbung wird nur in Bayern 4 Klassik und in dem privaten Programm Klassik-Radio gesendet. Wie sehen die Programme im einzelnen aus? Wie werden sie von den Hörern genutzt? Was wünschen sich die Hörer? Nach einer Darstellung der Hörfunklandschaft in Deutschland mit der Entwicklung zum dualen Rundfunksystem mit privatem und öffentlichrechtlichem Rundfunk widmet sich ein Kapitel der detaillierten Beschreibung der einzelnen Klassik-Programme. Neben einer Selbstdarstellung wird die Programmleistung, das Wort-Musik-Verhältnis und das Programmschema erläutert. Ausgewählte Nutzungsdaten vervollständigen die Schilderung der jeweiligen Sender. Schlusspunkt dieses Kapitels bildet eine Beschreibung und ein Vergleich der einzelnen Programme aufgrund des Höreindrucks eines beliebig ausgewählten Wochentages. Das folgende Kapitel besteht aus einer eigenen Studie zum Thema Radio und klassische Musik. Es soll zwei Hypothesen nachgegangen werden, zum einen ob Personen, die Freude an klassischer Musik haben, öfter ein Radioprogramm mit klassischer Musik einschalten würden, wenn sie wüßten, was wann gespielt wird, und zum anderen ob 2 sich ein Hörer über das Programm informiert, wenn er öfter ein Radioprogramm mit klassischer Musik hört. Über welche Medien informiert er sich? Des weiteren werden verschiedene Sachverhalte untersucht, zum Beispiel welche Motive zum Einschalten bewegen, welcher Programminhalt von den Hörern besonders bevorzugt wird, etwa Kammermusik, Sinfonische Musik, Wortsendungen oder Hörspiel, oder ob das Klassik-Programm als Begleitmedium genutzt wird. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen entwickelt, der sich einerseits an Personen richtet, die einen Bezug zu oder Interesse an klassischer Musik haben. Der gleiche Fragebogen wurde andererseits einer Gruppe vorgelegt, die zwar aufgrund ihres sozialen Status den Zugang zu einem Kulturprogramm suchen könnten, bei denen jedoch nicht von vorn herein Interesse an klassischer Musik vorausgesetzt werden kann. Mit dieser nicht-repräsentativen Umfrage soll (basierend auf einem eng gesteckten Interessensschwerpunkt) ein Beitrag zur quantitativen Hörfunkforschung aus dem Bereich der angewandten Musiksoziologie geleistet werden. Das abschließende Kapitel ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln und insbesondere ein Resümee der Ergebnisse der eigenen Studie. In diesem Kapitel werden mögliche Schlussfolgerungen aufgezeigt und richtungsweisende Erläuterungen gegeben.

English

The classical music channels of the public broadcasting corporations along with Deutschlandfunk, DeutschlandRadio Berlin, and Klassik- Radio, the only private radio channel which broadcasts classical music, have one thing in common: a small number of listeners compared with the “service channels” which offer popular or folk music. This may not seem unusual for a niche or special-interest channel. The question is, however, will these channels be able to exist in the future? The fact is that their listeners are primarily in the overfifties age group. Do these channels need younger listeners in order to be able to remain on the market in the long term? Would they perhaps find more listeners if there were more informative measures for example information brochures? Nowadays, channels which broadcast classical music are firmly established in the range of entertainment offered on the radio. Their programmes offer cultural and political information, features, radio plays, readings, magazines, among other things. Concerts and operas are broadcast live or as recordings. Commercials are only heard on Bayern 4 Klassik and on the private channel Klassik-Radio. What do these individual programmes sound like? How are they used by listeners? What do the listeners wish to hear? Following a presentation of the radio landscape in Germany with the development into a dual radio system with private and public broadcasting corporations, a chapter is given over to a detailed description of the individual classical channels. Apart from a selfportrait, the scope of the programme, the word-music ratio and the programme pattern is elucidated. The portrait of each respective channel is rounded off by selected usage data. The final item in this chapter is a description and comparison of the individual programmes they offer based on the listening impression gained on any particular weekday chosen at random. The next chapter consists of a separate study carried out on the subject of radio and classical music with the intention of looking into two hypotheses: on the one hand, whether people who enjoy classical music would switch on a classical music channel with more often if they knew when what was being played, and on the other hand, 2 whether a listener is better informed about the overall programme whenever he listens to a classical music channel more often. Which media does he get his information from? Various other facts are examined, for example why do people switch on, which programme content do listeners particularly prefer, is it chamber music, symphonic music, spoken programmes or radio plays. Is the classical channel simply used as a background medium. A questionnaire was designed especially for this purpose, directed on the one hand at people who have a relation to or an interest in classical music. The same questionnaire was also presented to a group who could be expected to seek access to a cultural channel on account of their social status, but where one, however, cannot assume an interest in classical music from the outset. The idea behind this non-representative survey (based on a restricted field of interest) was to make a quantitative contribution to sound radio research from the area of applied sociology of music. The final chapter is a summary of the results of the previous chapters and in particular a résumé of the results of the separate study. In this chapter possible conclusions are drawn and possible ways to proceed are indicated.