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Titelaufnahme

Titel
Untersuchung des Blattfleckenerregerkomplexes bei Viola-Wittrockiana-Hybriden unter besonderer Berücksichtigung der Virolenz von Mycocentrospora acerina / von Bernd Gutter
AutorGutter, Bernd In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2001
HochschulschriftPaderborn, Univ.-GH, Diss., 2001
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466-2001010161 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Untersuchung des Blattfleckenerregerkomplexes bei Viola-Wittrockiana-Hybriden unter besonderer Berücksichtigung der Virolenz von Mycocentrospora acerina [3.48 mb]
abstract [5.31 kb]
zusfasng [5.18 kb]
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Nachweis
Klassifikation

Deutsch

In dieser Arbeit wurden die wichtigsten pilzlichen Pathogene Mycocentrospora acerina und Ramularia sp. auf ihre Symptomausbildung näher untersucht. Für M. acerina wurde nach einer Erklärung der Virulenz gesucht. Die Untersuchungen des Symptomverlaufes zeigten sehr große Ähnlichkeiten in der Symptomausprägung. Erst bei Auftreten der Nekrosen ist M. acerina durch konzentrische Nekrosen von Ramularia zu unterscheiden. Mit dem RAPD-Bandenmuster konnten alle Isolate unterschieden werden. Aus den gewonnenen Merkmalen wurde ein Dendrogramm errechnet. In diesem ist eine Teilung der M. acerina Isolate in zwei Gruppen zu erkennen. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppen korrespondiert mit ihrer Virulenz. Der Biotest mit PG zeigte, dass die entsprechenden Blattsymptome allein durch das Enzym hervorgerufen werden konnten. Nachgewiesen werden konnte die Aktivität von PG und PME bei stark, als auch bei schwach virulenten Isolaten. Unterschiede zeigten sich erst im Kulturverlauf auf PDB-Medium. Diese Aktivität hatten nur die stark virulenten Isolate. Taxonomisch wurde M. acerina der nah verwandten Gattung Cercospora zugeordnet. Diese Gattung produziert die Toxine Cercosporin und Beticoline. Im Biotest vermochte Cercosporin entsprechende Symptome an den Blättern von Stiefmütterchen hervorzurufen. Mit dem GCMS konnten weder Cercosporin noch Beticoline nachgewiesen werden. Statt dessen konnten Cynodontin und Emodin identifiziert werden.

English

In this work, the fungal pathogens M. acerina and Ramularia sp. were investigated and their symptoms described. In the case of M. acerina, experiments were also done to investigate virulence. Investigations of the symptom development showed very large similarities in the symptoms caused by each genus in that necrosis caused by M. acerina could be differentiated from that caused by Ramularia spp. Isolates could be sub-divided by analysis of RAPD-banding patterns. A dendrogram generated using the RAPD-product marker bands indicated that the M. acerina isolates could be divided into two groups. The two groups correspond with the virulence classification of that isolate. A bioassay with PG indicated that leaf lesions similar to those produced by the pathogen could be produced by the enzyme in the absence of the plant pathogen. The presence of PG and PME from material infected with both highly virulent and weakly virulent isolates could be demonstrated. Differences could be observed during culture on PDB-medium. This activity was only observed for highly virulent isolates. Taxonomically M. acerina was considered to belong to the closely related genus Cercospora. Members of the genus Cercospora produce the toxins cercosporin and beticolins. Cercosporin caused similar symptoms on pansy leafs in a bioassay. In the analytical chemistry part of the study, neither cercosporin nor beticolins could be detected using GC-MS. However, two red pigments compounds were isolated. One substance was identified as cynodontin the other as emodin.