Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Patentschutz in der molekularen Biotechnologie : eine ökonomische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Informationsfunktion von Patenten / von Tobias Volpert
AutorVolpert, Tobias In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2004
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2004
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466-20040101452 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Patentschutz in der molekularen Biotechnologie [1.24 mb]
zusfasng [51.89 kb]
abstract [45.6 kb]
Links
Nachweis
Klassifikation

Deutsch

In der Gentechnik findet seit Beginn der 70er Jahre ein enormer technischer Fortschritt statt. Eine der wichtigsten, wenn nicht die entscheidende Frage, die sich aus Sicht der VWL in diesem Zusammenhang stellt, ist die nach der optimalen Gestaltung von Eigentumsrechten an gentechnischen Erfindungen. Die vorliegende Arbeit nimmt das Patentsystem nach westlichem Muster als gegebenes Eigentumsrechts-Arrangement an und sucht nach dessen optimaler Gestaltung. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob aus einer gesamtwirtschaftlichen Perspektive Patentschutz gentechnischer Erfindungen sinnvoll ist, wenn ja, in welchem Umfang und in welcher Form. Die existierenden Modelle, die die ökonomischen Wirkungen von Patenten untersuchen, betonen i. d. R. die Innovationsfunktion von Patenten und versuchen, den trade off zwischen F+E-Anreizen und Monopolkosten zu optimieren. Die aktuelle Situation in der Gentechnik legt allerdings nahe, die Informationsfunktion von Patenten und damit die Verbreitung von neuem Know how in den Vordergrund der Analyse zu stellen. Entscheidend für diese Perspektive ist, daß Innovationen in der Gentechnik sequentiell entstehen und sich technischer Fortschritt allmählich kumuliert. Unter diesen Voraussetzungen sind Patente allein auf Grundlage der Informationsfunktion zwingend nötig, um eine Offenbarung von Grundlagenwissen zu gewährleisten und Geheimhaltung als Alternativstrategie zu verhindern. Gleichzeitig sind sie allerdings schädlich, weil sie den Gebrauch des Wissens für weiteren Fortschritt durch andere als den Patentinhaber verbieten. Im Rahmen einer theoretischen Analyse wird dieses Optimierungsproblem, d.h. der trade off zwischen dem Verfügbar- und Nutzbarmachen von Wissen, bestmöglich gelöst.

English

Since the beginning of the 70’s there has been an enormous technological progress in the field of genetic engineering. One of the most important questions from the economist’s point of view in this context is the optimal composition of property rights for these genetic inventions. This thesis adopts the western patent system as a given property right arrangement and searches for its optimal structure. In this context the question arises, whether patent protection of genetic inventions is sensible from a national economic welfare point of view and how the existing system has to be modified. The existing models, which scrutinise the economic influences of patents, usually emphasise the innovation function which patents have and try to optimise the trade-off between the R & D incentives and monopoly costs. However the current situation of genetic technology recommends underlining the information function of patents and the distribution of know-how. Decisive for this perspective is that innovations in the field of genetic engineering accrue sequentially so that technological advance and improvement cumulate gradually. Under these circumstances patents are, because of their information function, inevitably necessary in order to guarantee the revelation of basic knowledge and to prevent disclosure as an alternative strategy. At the same time patents are detrimental, because they forbid the use of knowledge to others and thus they prevent further advance. In a theoretical analysis this problem of optimising the trade-off between the availability of knowledge and the permission to make use of this knowledge must be solved in the best possible way.