Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Zufriedenheit von Schmerzensgeldempfängern nach einem Verkehrsunfall : eine psychologische Studie / von Beate Kammerer
AutorKammerer, Beate In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2007
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2007
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466-20080229017 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Zufriedenheit von Schmerzensgeldempfängern nach einem Verkehrsunfall [0.62 mb]
zusfasng [17.75 kb]
abstract [14.83 kb]
Links
Nachweis
Klassifikation

Deutsch

Aus Verkehrsunfällen mit Personenschaden resultiert in zahlreichen Fällen eine Zahlung von Schmerzensgeld an die verletzte Person. Das Schmerzensgeld soll die immateriellen Einbußen ausgleichen, die die Unfallverletzungen für den Geschädigten mit sich bringen. Anliegen dieser Arbeit ist, die Zufriedenheit von Schmerzensgeldempfängern zu untersuchen sowie Bedingungen für die Zufriedenheit zu identifizieren. Die Fragestellung ist angesichts der Neuheit des Themas überwiegend explorativ ausgerichtet. Theoretische und konzeptionelle Vorinformationen aus den Gebieten der Klinischen Psychologie, der Gerechtigkeitsforschung sowie der Rechtspsychologie wurden herangezogen. Aus dem Gebiet der Kognitiven Psychologie wurden Erkenntnisse zum menschlichen Umgang mit numerischen Größen und Geldbeträgen berücksichtigt. Als empirische Methoden kamen Leitfadeninterviews mit Schmerzensgeldempfängern sowie Vignettenstudien zum Einsatz. Die zentrale Frage nach der Zufriedenheit wurde von den Interviewten differenziert beantwortet. Die Höhe des erhaltenen Betrages erwies sich als nur eine Einflussgröße unter anderen. Neben der empfundenen Beeinträchtigung durch die Verletzungen wurden die prozedurale Gerechtigkeit, das Verhalten des Unfallverursachers, Vergleiche mit Ankervorgaben sowie die eigene Vermögenslage als Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit genannt. Ein Ergebnis der Vignettenstudien war, dass Laien höhere Beträge für angemessen halten als tatsächlich zugemessen wurden.

English

When traffic accidents result in personal injury damages are awarded to the injured party in numerous cases for pain and suffering. The intention is to compensate the injured party for the immaterial damages suffered on account of the injury. The goal of the present study was to investigate the relative level of contentment experienced by the recipients of compensation for pain and suffering as well as to identify the conditions of this contentment. The questions posed are investigated in an explorative manner due to the novelty of this subject. Theoretical and conceptual inputs are drawn from the fields of clinical psychology, social justice research, cognitive psychology and psychology of law. Guided interviews with the recipients of compensation well as vignette studies comprise the investigation’s empirical methods. The interviewees provided differentiated responses to the central question of contentment. The actual monetary sum received proved to be just one causal variable among others. The interviewees identified several factors which influenced their level of contentment beyond the perceived impairments resulting from injury. These were: the justness of legal proceedings; the behavior of the individual who caused the accident; comparisons with guidelines for the award of damages; as well as the interviewee’s personal financial situation. Laymen consider sums higher than those actually awarded as appropriate: this was one result of the vignette studies.