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Titelaufnahme

Titel
Gender and ethnic discrimination in hiring : evidence from field experiments in the German labor market
AutorKolle, Andre In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
PrüferFrick, Bernd In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Fahr, René In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2014
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 12.03.2014
Verteidigung2014-03-12
SpracheEnglisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-13029 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Gender and ethnic discrimination in hiring [2.89 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß und die Gründe für Diskriminierung von Frauen und türkischstämmigen Männern im Zugang zu Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Nach einem Literaturüberblick über Gehalts- und Beschäftigungsunterschiede in und außerhalb Deutschlands werden ökonomische Theorien vorgestellt, die Arbeitsmarktunterschiede erklären. Im empirischen Teil wird ein Feldexperiment nach der Korrespondenzmethode durchgeführt, wobei sich fiktive weibliche und männliche Bewerber bzw. Bewerber mit deutsch und türkisch klingenden Namen auf 656 bzw. 608 Stellenausschreibungen für Ausbildungsberufe in vorwiegend männerdominierten Berufen bewerben. Die deskriptiven Ergebnisse und ökonometrischen Analysen zeigen, dass der weibliche Kandidat eine 19 Prozent niedrigere Einladungswahrscheinlichkeit hat als sein männlicher Konkurrent. Jedoch wird dieser Unterschied von der Art des Ausbildungsberufes und den Eigenschaften der adressierten Unternehmen beeinflusst. Während keinerlei Unterschiede in frauendominierten und „geschlechterneutralen“ Berufsfeldern festzustellen sind, beschränkt sich die Ungleichbehandlung auf Berufe, in denen Männer überrepräsentiert sind. Darüber hinaus diskriminieren offenbar nur solche Unternehmen, die ihre Ausbildungsplätze erst kurz vor Beginn der Ausbildung ausschreiben. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch die Studie zu Herkunftsdiskriminierung. Die 32 Prozent niedrigere Einladungswahrscheinlichkeit des türkischstämmigen Kandidaten sinkt, wenn solche Unternehmen adressiert werden, die ihren Auswahlprozess bis zu einem Jahr im Voraus beginnen. Ein Vergleich der Rückmeldungen und Zusagen nach dem Versand einzelner und paarweiser Bewerbungen ergibt keinen statistisch signifikanten Unterschied beider Vorgehensweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis investigates the prevalence of and the reasons for hiring discrimination against women and ethnic Turks in the German labor market. Subsequent to a discussion of how to reveal discrimination, the literature on wage and employment differences inside and outside the German labor market is reviewed. Afterwards, different (economic) theories explaining inequalities in labor markets are presented. In the empirical analyses a field experiment - the so called correspondence testing - is conducted where matched pairs of (fictitious) male and female as well as German-named and Turkish-named applicants respond to, respectively, 656 and 608 (real) apprenticeship offers in predominantly male-dominated jobs. Descriptive results and econometric analyses using probit regressions on various model specifications indicate that the female applicant has a 19 percent lower callback probability compared to her male counterpart. However, differential treatment is both job- and firm-type driven. While callback rates are not statistically different from zero in female-dominated and “gender-neutral” occupations, they prevail in jobs where men are overrepresented. Furthermore, discrimination is restricted to late recruiters, i.e., companies that advertise their vacancies right before the apprenticeship is supposed to start. Similar conclusions can be drawn from the study investigating ethnic discrimination. The 32 percent lower callback probability of the Turkish-named applicant decreases if early rather than late recruiters are addressed. Apart from that, comparing response and callback rates to the candidates using different experimental designs, i.e., sending out single versus pairs of applications, yields no statistically significant differences demonstrating the unbiasedness of the correspondence approach.