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Titelaufnahme

Titel
Geschlechterunterschiede in der Weiterbildungsteilnahme in Europa
AutorWozny, Caroline
PrüferSchneider, Martin In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Fahr, René In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Schaper, Niclas In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Winther, Esther In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2015
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 19.03.2014
Verteidigung2014-03-19
SpracheEnglisch ; Deutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-15543 Persistent Identifier (URN)
Dateien
The gender training gap in Europe [1.99 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontinuierliche Weiterbildung ist entscheidend für die Produktivität von Arbeitnehmern und ihren Erfolg am Arbeitsmarkt und der Weiterbildungsrückstand von Frauen wird als einer der Gründe für die anhaltenden Unterschiede zwischen Männern und Frauen am Arbeitsmarkt diskutiert. Von der empirischen Literatur wird die Existenz eines solchen weiblichen Weiterbildungsrückstands jedoch nicht eindeutig bestätigt. Ziel dieser Studie ist es die Determinanten von Weiterbildung zu beleuchten und zu erklären unter welchen Umständen ein weiblicher Weiterbildungsnachteil entsteht. Es wird angenommen, dass nicht nur individuelle sondern auch institutionelle Determinanten einen Einfluss haben. Daher werden Individualdaten der ersten Welle des Adult Education Surveys aus 22 Ländern mit Makrodaten zum Arbeitsmarkt, zum Bildungssystem und zur Unterstützung von Frauen ergänzt. Die Analysen zeigen, dass Frauen ohne Universitätsabschluss gegenüber Männern einen Weiterbildungsnachteil haben, Frauen mit Universitätsabschluss jedoch nicht. Dies deutet darauf hin, dass Studien, die nicht zwischen Frauen unterschiedlicher Bildung unterscheiden zu verzerrten Ergebnissen führen können. Darüber hinaus kann gezeigt werden, dass Geschlechterunterschiede in Weiterbildung signifikant zwischen den untersuchten Ländern variieren. Bei Akademikern können diese Unterschiede vollständig durch Charakteristika des Arbeitsmarktes (Betriebszugehörigkeit und Gewerkschaftsdichte) und die Unterstützung von Frauen (Kinderbetreuung und Kindergeld) erklärt werden. Bei Arbeitnehmern ohne Universitätsabschluss erklärt das Berufsausbildungssystem einen Teil der Geschlechterunterschiede.

Zusammenfassung (Englisch)

Continuous investments in human capital are crucial for workers productivity and labour market success, and female disadvantages in continuous training are discussed as being one reason for the persistent gender inequalities in the labour market. However, the existence of such gender training gap is not clearly supported by empirical literature. The aim of this study is to shed light on the determinants of the gender training gap and explain under which conditions a female training disadvantage occurs. Not only individual but also institutional determinants are assumed to have an impact on the gender training gap. Therefore, individual training data from the first wave of the Adult Education Survey covering 22 European countries are complemented by macro data referring to the labour market, the educational system and the support for women. The analyses reveal that while there is a training disadvantage for women without a university degree, women with university education are not disadvantaged. This indicates that empirical analyses that do not differentiate between women of different education may lead to biased conclusions concerning the training gap. Further, the analyses find that gender differences in training vary significantly across the analysed countries. For highly educated employees, the cross-national differences can be almost entirely explained by characteristics of the labour market (mean tenure and union density) and support for women (the provision of childcare and child benefits), while the initial vocational educational system explains part of the gender differences among lower educated employees.