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Titelaufnahme

Titel
Berufsbiografische Zweigleisigkeit im Entscheidungsprozess zwischen Promotion und Referendariat
AutorSteinhausen, Julia
PrüferKönig, Eckard In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Scharlau, Ingrid In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2015
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 14.09.2015
Verteidigung2015-09-14
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-17496 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Berufsbiografische Zweigleisigkeit im Entscheidungsprozess zwischen Promotion und Referendariat [6.46 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wissenschaftlich ambitionierte Absolventinnen von Lehramtsstudiengängen sehen sich am Ende des Studiums vor eine Herausforderung gestellt: Sie müssen sich zwischen dem linearen Weg in das Referendariat mit einer vorhersagbaren, sicheren Laufbahn und der reizvollen Option der Promotion, die jedoch mit einer hohen biografischen Unsicherheit verbunden ist, entscheiden. Wie sie diese Entscheidung bewältigen wird in einer längsschnittlich angelegten Grounded-Theory-Studie untersucht. Das qualitative Vorgehen setzt sich aus leitfadengestützten Interviews mit Studentinnen und Doktorandinnen vor und nach der Entscheidung und Tagebucheinträgen von Teilnehmerinnen eines Gleichstellungsprojektes der Universität Paderborn zusammen. Ergebnis der Studie ist das Gestaltungsprinzip der Berufsbiografischen Zweigleisigkeit, das als Bewältigung der erlebten Ambivalenz zu verstehen ist. Sie ermöglicht es, zwei berufliche Konzepte zu kombinieren, umzusetzen und die Entscheidung zu legitimieren, da die Stringenz in der Berufsbiografie beibehalten wird. Dadurch dass die Befragten weiterhin „Lehrerin“ im Hochschulsystem bleiben können, sind sie anschlussfähig an ihr Studium und bleiben flexibel, auch für den späteren Einstieg in die Schullaufbahn. Hinsichtlich der Karriereförderung von Frauen werden abschließend pädagogische Konsequenzen auf struktureller und individueller Ebene diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Scientific ambitious graduates of teacher training are faced with a challenge at the end of their study: They have to decide between the linear path into traineeship with a predictable and reliable career and the attractive option of the doctorate, which is associated with biographical incertitude. How they cope with this decision has been researched in a grounded theory study with longitudinal section. The qualitative procedure is composed of guided interviews before and after the decision with female students and doctoral candidates and diary entries from participants of a project for women's equality at Paderborn University. The result of the study is a principle for structuring biography named “Berufsbiografische Zweigleisigkeit” (inaccurate translation: double-tracked professional biography), that helps coping with the feeling of ambivalence. This principle enables to combine two different professional concepts and justify the decision made, because now the graduates can show that the rigor will be uphold. While the female PhD-students can continue being a “teacher” at the university, they stay connected to their studies and the future profession in school. With regard to the career advancement of women consequences on structural and individual level are discussed in conclusion.