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Titelaufnahme

Titel
Kupferkomplexe mit neuen asymmetrischen Thioharnstoffliganden
AutorHollmann, Katharina
PrüferHenkel, Gerald In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Egold, Hans In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2015
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 08.10.2015
Verteidigung2015-10-08
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-17515 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Kupferkomplexe mit neuen asymmetrischen Thioharnstoffliganden [5.52 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Synthese und Charakterisierung von Kupfer-Komplexen mit S/N-Donorliganden sind wichtige Aspekte in der heutigen biochemischen Forschung. Unser Ziel ist es Kupfer-Komplexe mit asymmetrischen Thioharnstoff-Derivaten zu synthetisieren. Aufgrund ihrer Koordinationschemie sind Thioharnstoffe vielfältig einsetzbar. Sie können sowohl über den Stickstoff als auch über den Schwefel Metallatome koordinieren. Ein Aspekt dieser Arbeit ist den Einfluss der Wasserstoff-Brückenbindungen auf die Komplexe und Liganden zu untersuchen. In unserer Arbeitsgruppe ist ein Ziel die Synthese von Komplexen, die die strukturellen und elektrochemischen Eigenschaften des CuA-Zentrums besitzen. Möglicherweise könnte die Chemie dieser Arbeit zu Komplexen führen, die einige Aspekte der aktiven Zentren aus Biomolekülen widerspiegeln. Im ersten Teil der Doktorarbeit werden die Thioharnstoff-Derivate hinsichtlich ihrer Synthese und Charakterisierung untersucht. Außerdem werden theoretische Berechnungen (DFT) durchgeführt, um die Aussagekraft dieser Methode hinsichtlich der Übertragbarkeit der berechneten Strukturen auf reale Moleküle, in diesem Fall der Thioharnstoff-Derivate, zu prüfen.Im zweiten Teil werden die Komplexe, die mit L1 und L10 als Liganden synthetisiert und charakterisiert werden konnten, dargestellt. Zu den Komplexen aus der Umsetzung von CuBr2 mit L1 gehören [Cu(StuNH)Br]n K1, [Cu2(StuNH)4Br2] K3 und [Cu6(StuN)6] K5. Mit L10 konnten die Cu(I)-Komplexe [Cu(Stu(Py)NH)Br]n K2 und [Cu2(Stu(Py)NH)2Br2 (MeCN)2] K4 hergestellt werden. Die Komplexe wurden weiteren spektroskopischen und elektrochemischen Untersuchungen unterzogen. Die hier vorgestellten Untersuchungen tragen zum besseren Verständnis der Struktur, Funktion und physikalischen Eigenschaften von Kupfer-Komplexen mit Thioharnstoff-Derivaten als Liganden bei.

Zusammenfassung (Englisch)

Synthesis and characterization of copper complexes with mixed S-and N-donor ligand systems are important aspects in modern bioinorganic chemistry. Our aim is to synthesize copper complexes with thiourea ligands. In coordination chemistry, thiourea derivatives are useful ligands because of their versatile coordination behavior, as they are able to coordinate metal atoms via nitrogen or sulfur atoms, respectively. One aspect is to investigate the influence of hydrogen bridge bonds in complexes and ligands itself. In our research group, one goal is to synthesise model complexes which are able to mimic the structural and electrochemical properties of CuA. Maybe, the chemistry of this work could lead to synthesize copper complexes which could mimic some aspects of active sites in biomolecules. In the first part of this thesis, the synthesis and characterization of the thiourea derivates are investigated. Besides, calculations on DFT level were performed regarding the reliability of this method to predict the experimental conformation of the ligand. The second part consists of the synthesis and characterization of the complexes. In case of the reaction of CuBr2 with the ligand L1, the Cu(I) complexes [Cu(StuNH)Br]n K1, [Cu2(StuNH)4Br2] K3 and [Cu6(StuN)6] K5 are obtained. The products of the reaction with L10 are the Cu(I) complexes [Cu(Stu(Py)NH)Br]n K2 and [Cu2(Stu(Py)NH)2Br2(MeCN)2] K4. Further investigations based on spectroscopic and electrochemical analysis were carried out. The studies presented here contribute to a better understanding of structure, function and physical properties of copper complexes with thiourea derivatives as ligands.