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Titelaufnahme

Titel
Synthese und Charakterisierung von Kupferkomplexen mit biomimetischen polyfunktionellen Liganden / von Christine Nagel aus Minden ; [Erster Gutachter: Prof. Dr. Gerald Henkel, zweiter Gutacher: Priv. Doz. Dr. Hans Egold]
AutorNagel, Christine In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
BeteiligteHenkel, Gerald In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Egold, Hans In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2016
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (224 Seiten) : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität Paderborn, Fakultät für Naturwissenschaften, Univ., Dissertation, 2015
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 21.12.2015
Verteidigung2015-12-21
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-23973 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Synthese und Charakterisierung von Kupferkomplexen mit biomimetischen polyfunktionellen Liganden [4.89 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden ein- und zweikernige Kupferkomplexe mit polyfunktionellen Guanidinderivaten oder Carboxylaten synthetisiert und charakterisiert. Die Komplexe sollten Hinweise auf die Struktur der unterschiedlichen Kupferbindungszentren des Prion-Proteins geben, in denen Kupferionen durch verschiedene Donorsätze mit Stickstoff-, Sauerstoff- und Schwefelfunktionen koordiniert werden. Um die vielfältigen Koordinationsmuster des Proteins nachzubauen, wurden zunächst die im Arbeitskreis bereits bekannten Guanidin- und Bisguanidinverbindungen mit zusätzlichen Carbonyl-, Pyrimidin- oder Thioetherfunktionen mit verschiedenen Kupfersalzen umgesetzt. Daneben wurden drei neue Bisguanidinliganden mit N2S2-Donorsatz sowie ein Carboxylatligand dargestellt und mit verschiedenen spektroskopischen Methoden charakterisiert. Bei der Umsetzung mit polyfunktionellen Guanidinen konnten sechs neue Kupferkomplexe erhalten und mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse charakterisiert werden. Die Monoguanidinderivate reagierten mit verschiedenen Cu(I)- und Cu(II)-Salzen zu ein- und zweikernigen Komplexen sowie einem Koordinationspolymer mit unterschiedlichen Koordinationsmustern. Die Umsetzungen der Bisguanidine mit N2S2-Donorsatz führten zu einem neutralen, zweikernigen Komplex sowie zu Komplexkationen mit verschiedenen Gegenionen. Durch die Umsetzung des Carboxylatliganden mit CuCl2 konnte ein Kupferdimer mit einer Käfigstruktur dargestellt werden, das trotz des komplexer aufgebauten Liganden große strukturelle Gemeinsamkeiten mit Acetat-Derivaten wie [Cu2(O2CCH3)4(H2O)2] oder [Cr2(O2CCH3)4(H2O)2] zeigt. Die Charakterisierung mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse wurde durch weitere spektroskopische und elektrochemische Verfahren vervollständigt.

Zusammenfassung (Englisch)

In the present work, mono- and binuclear copper complexes with polyfunctional guanidines or carboxylates were synthesized and characterized. The resulting complexes should exhibit structural similarities to the different copper binding sites of the prion protein, in which copper ions are coordinated by various donor sets with nitrogen, oxygen and sulphur functions. To reconstruct the diverse coordination patterns of the protein, guanidines and bisguanidines with additional carbonyl, pyrimidine or thioether groups already known in the working group were first reacted with various copper salts. In addition, three new bisguanidine ligands with N2S2 donor sets and a carboxylate ligand have been synthesized and characterized by various spectroscopic methods.By reaction with polyfunctional guanidines six new copper complexes were prepared and characterized by X-ray crystal structure analysis. The monoguanidine derivatives reacted with various Cu(I) and Cu(II) salts to mono- and dinuclear complexes and a polymeric chain structure with different coordination patterns. The reactions of bisguanidines with N2S2 donor sets led to a neutral, dinuclear complex, as well as complex cations with various counter-ions. The reaction of the carboxylate ligand with CuCl2 gave a dimeric copper complex with a paddlewheel-like cage structure which shows in spite of the sterically more demanding ligand great structural similarities with acetate derivatives such as [Cu2(O2CCH3)4(H2O)2] or [Cr2(O2CCH3)4(H2O)2].The characterization by X-ray crystal structure analysis was completed by other spectroscopic and electrochemical techniques.