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Titelaufnahme

Titel
Investitionszeitpunktentscheidungen bei Veräußerungsgewinnbesteuerung / vorgelegt von Annika Hegemann
AutorHegemann, Annika In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
BeteiligteSureth-Sloane, Caren In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2016
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (i, 16 Blätter)
HochschulschriftUniversität Paderborn, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Univ., Dissertation, 2016
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 02.06.2016
Verteidigung2016-06-02
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-24847 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Investitionszeitpunktentscheidungen bei Veräußerungsgewinnbesteuerung [0.14 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ob ein Unternehmen auch langfristig betrachtet erfolgreich ist, hängt maßgeblich von den organisationalen Fähigkeiten der Unternehmensführung ab. Ambidextere Unternehmen halten die Balance zwischen Investitionen in sowohl traditionelle, effiziente Geschäftsfelder als auch in neue, zukunftsweisende Geschäftsfelder. Dabei spielt nicht zuletzt der Zeitpunkt, zu dem eine Investition durchgeführt werden soll, eine entscheidende Rolle. In diesem Zusammenhang ist es für den Investor wertvoll, den Investitionszeitpunkt flexibel wählen zu können. Diese Flexibilität können sog. Hedgingunternehmen oder Venture-Capital- Gesellschaften bieten, indem sie das finanzielle Risiko in der frühen Phase eines Investitionsvorhabens - beispielsweise in der Forschungs- und Entwicklungsphase neuer Produkte - übernehmen. Je nach Entwicklung kann das abgesicherte Unternehmen entscheiden, ob es das Investitionsprojekt zurückkauft. Die Absicherung durch Hedgingunternehmen kann mit Hilfe von Realoptionen abgebildet werden. Neben der Möglichkeit, die Investitionszeitpunkte flexibel wählen zu können, beziehe ich die Besteuerung in das Kalkül des Investors ein. Ich zeige, dass eine Erhöhung des Veräußerungsgewinnsteuersatzes frühe Investitionen gegenüber später beginnenden Investitionen bevorteilen kann. Dieser unerwartete Wirkungszusammenhang erklärt sich durch das unterschiedliche Wachstum der Zahlungsströme der Investitionsalternativen. Dadurch fällt die Bemessungsgrundlage der Veräußerungsgewinnbesteuerung unterschiedlich hoch aus und ist entscheidend dafür, wie sich die Besteuerung auf die Investitionszeitpunktentscheidung auswirkt.

Zusammenfassung (Englisch)

Investments with exit flexibility require decisions regarding both the investment and holding period. Because selling an investment often leads to taxable capital gains, which crucially depend on the duration of an investment, we investigate the impact of capital gains taxation on exit timing under different tax systems. We observed that capital gains taxation delays exit decisions but loses its decision relevance for very long holdings. Often the optimal exit time, which indicates the maximal present value of future cashflows, cannot be determined analytically. However, we identify the breakeven exit time that guarantees present values exceeding those of an immediate sale. While, after-taxes, an immediate sale is often optimal, long holding periods might also be attractive for investors depending on the degreeof income and corporate tax integration. A classic corporate tax system often indicates holdings over more than 100 periods. By contrast, a shareholder relief system indicates the earliest breakeven exit time and thus the highest level of exit timing flexibility. Surprisingly, high retention rates are likely to accelerate sales under a classic corporate system. Additionally, the worst exit time, which should be avoided by investors, differs tremendously across tax systems. For an integrated tax system with full imputation, the worst time is reached earlier than under partial or non-integrated systems. These results could help to predict investors behavior regarding changes in capital gains taxation and thus are of interest for both investors and tax policymakers. Furthermore, the results emphasize the need to control forthe underlying tax system in cross-country empirical studies.