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Titelaufnahme

Titel
Zur Syntax in den digitalen Medien: orate Konstruktionen im Kontext der Kommunikationsform Instant Messaging / Heike Kathrin Janssen
AutorJanssen, Heike Kathrin
BeteiligteTophinke, Doris In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Schuster, Britt-Marie In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenPaderborn, 2016
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (396 Seiten) : Diagramme, Tabellen
HochschulschriftUniversität Paderborn, Univ., Dissertation, 2015
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 24.06.2015
Verteidigung2015-06-24
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-24864 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Zur Syntax in den digitalen Medien: orate Konstruktionen im Kontext der Kommunikationsform Instant Messaging [3.3 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Mit der kontinuierlich anhaltenden technologischen Weiterentwicklung digitaler Medien sind neue Kommunikationsräume und -formen entstanden, die sich die Ressourcen der Schrift nutzbar machen, das Funktionsspektrum letzterer jedoch durch deren sozial-interaktive Verwendung erweitern, insofern Schriftlichkeit nun dialogisch zur sprachlichen Bewältigung und Herstellung sozialer Situationen gebraucht wird. Die Syntax, die in diesem Kontext entsteht, wird gemeinhin zu Strukturen der medialen und konzeptionellen Mündlichkeit in Bezug, darf mit diesen aber aufgrund der unterschiedlichen trägermedialen Gegebenheiten nicht gleichgesetzt werden. Wie sich die formal-funktionale Spezifik der im digitalen Kontext produzierten syntaktischen Phänomene darstellt, ist Gegenstand der vorliegenden Dissertation. So widmen sich die ersten Kapitel neben der Abgrenzung verschiedener Kommunikationsformen sowie terminologischen Differenzierungen auch der Diskussion um die kommunikationstheoretische Verortung von Strukturen, die im digitalen Kontext produziert werden, bevor die sich aus verschiedenen Modulen zusammensetzende, theoretische Grundlegung ausgearbeitet wird. Daran schließt der qualitativ-empirische Teil der Arbeit an. Dieser widmet sich, in Orientierung an interaktional sowie konstruktionsgrammatisch ausgerichteten Ansätzen, exemplarisch der Analyse eines 67703 Token und 6949 Types umfassenden Korpus digital basierter, informeller Freizeitkonversationen, die im Kontext der hochfrequent genutzten Kommunikationsform Instant Messaging (IM) produziert worden sind. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass Konstruktionen im IM als geprägt von und spezifisch für die sie konstituierende Kommunikationsform zu betrachten sind, insofern sie zum Teil formal sowie funktional variieren oder situativ anders verwendet werden als ihre medial gesprochensprachlichen Äquivalente.

Zusammenfassung (Englisch)

The continuing technological development of digital media has created new spaces for and forms of communication. The latter utilize means of written communication but expand their functional spectrum due to writing in this context being used for social and interactive purposes aiming to both negotiate and establish social interactions.The syntax deriving from these contexts is frequently linked to structures being produced in spoken interaction. However, due to their differing modality of realization, the resulting constructions must not be deemed equal. Thus, the thesis at hand addresses the issue of what formal and functional properties of structures deriving from digitally based conversations do exhibit. The first chapters deal with both the differentiation of forms of communication, general distinctions referring to terminology and the discussion on how to define structures produced digitally in terms of theoretical communication research. Then, the theoretical framework comprising several approaches ranging from interaction-oriented to constructionist ones is presented. Subsequently, the empirically based, qualitative section of the thesis aims at analyzing an exemplary corpus of informal computer-mediated instant messaging data. The corpus volume totals 67703 tokens and 6949 types. As far as the analyzed structures are concerned, the results, compared with constructions deriving from spoken interaction, display both slight variations in form and function and a varying application according to different situational environments. This indicates that constructions are both shaped by and specific to the form of communication which constitutes them.