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Titelaufnahme

Titel
Entwicklung und Anwendung einer SBSE-TD/GC/MS-Methode zur Bestimmung von Weichmachern und Antioxidantien in Getränken
AutorEwe, Manuel In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
PrüferGrote, Manfred In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Bremser, Wolfgang In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2012
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 06.07.2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-9514 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Entwicklung und Anwendung einer SBSE-TD/GC/MS-Methode zur Bestimmung von Weichmachern und Antioxidantien in Getränken [3.85 mb]
Kurzfassung [0.25 mb]
Abstract [0.17 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Beim Kontakt mit Lebensmitteln können Substanzen aus der Primärverpackung, z. B. Kunststoffadditive, in diese übergehen. Weichmacher, besonders Phthalate, werden eingesetzt, um bestimmte Eigenschaften von Kunststoffen zu erreichen oder zu verbessern. Einige Phthalate wirken reproduktionstoxisch oder besitzen das Potenzial, das endokrine System zu stören. Antioxidantien werden zur Erhöhung der Beständigkeit gegen Sauerstoff, hohe Temperaturen und UV-Strahlung in Polyolefinen eingesetzt. Um Kontaminationen von Getränken mit Weichmachern und Antioxidantien sicher zu identifizieren und zu quantifizieren, wurde ein SBSE-TD-GC/MS-Verfahren entwickelt. Dazu werden die Analyten durch Rühren der Getränkeprobe mit einem PDMS-beschichteten, magnetischen Stäbchen (Twister®) extrahiert, welches anschließend thermisch desorbiert wird. Das Desorbat wird mit GC/MS analysiert. Als besonders problematisch stellte sich dabei das ubiquitäre Vorkommen von Phthalaten heraus, welches zu Kontamination des Arbeitsmaterials führt und spezielle Reinigungsmaßnahmen erforderlich macht. Analysen von Mineralwässern ergaben in einigen Fällen Belastungen mit DEHP oder DINCH. Auch 2,4-Di-tert-butylphenol wurde nachgewiesen. Die Analysenmethode wurde auf Fruchtsäfte (Apfel und Orange) übertragen. Zusätzlich wurde PET-Material mit unterschiedlichen Additiven, z. B. Sauerstoffblocker oder Acetaldehydblocker, untersucht. Dazu wurde das PET direkt thermisch desorbiert und das Desorbat mit GC/MS analysiert. Neben PET-typischen Signalen zeigten die Chromatogramme auch additivabhängige Signale. In PET von gebrauchten Fruchtsaftflaschen konnten migrierte Aromasubstanzen identifiziert werden. Die chromatographischen Daten wurden chemometrisch ausgewertet, um unbekannte PET-Proben bereits bekannten PET-Spezifikationen zuzuordnen.

Zusammenfassung (Englisch)

Upon contact of food with the primary packaging, substances, such as plastic additives, can migrate from them into the food. Plasticizers, especially phthalates, are used to achieve or improve specific properties of plastics. Some phthalates affect reproduction or have the potential to disrupt the endocrine system. Antioxidants are used to increase resistance of polyolefines to oxygen, high temperatures and UV-radiation. To safely identify and quantify contamination of beverages with plasticizers and antioxidants, a SBSE-TD-GC/MS-method was developed. Analytes were extracted from a beverage sample by stirring them with a PDMS-coated magnetic stir bar (Twister®). Then the Twister® was thermally desorbed and the desorbate was analyzed with GC/MS. A particular problem was the ubiquitous presence of phthalates, which led to contamination of working material and necessitated special cleaning measures. Analysis of mineral waters showed in some cases contamination by DEHP or DINCH. 2,4-di-tert-butylphenol was detected also. The analytical method developed was applied to samples of fruit juices (apple and orange). In addition, PET materials containing different additives, such as oxygen scavengers or acetaldehyde scavengers were analyzed. For this purpose, PET was directly thermally desorbed and the desorbate was analyzed by GC/MS. Besides PET-typical signals the chromatograms also showed signals, which were assigned to certain additives. In PET material from used bottles of fruit juice, aroma compounds could be identified. Chromatographic data were evaluated by chemometric software, so that unknown PET-samples could be assigned to already known PET-specifications.