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Titelaufnahme

Titel
Phasenstrukturen in Hybridpolymeren und deren Einfluss auf Mechanik und Chemikalienbeständigkeit
AutorPollmann, Nora In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
PrüferBremser, Wolfgang In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Tiemann, Michael In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2012
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 22.06.2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-9941 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Phasenstrukturen in Hybridpolymeren und deren Einfluss auf Mechanik und Chemikalienbeständigkeit [36.43 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde ein variables 1-Topf-2-Schritt-Verfahren zur Ethoxysilan-Modifizierung hydroxyfunktioneller Bindemittel zur Herstellung feuchtigkeitshärtender lösungsmittelhaltiger Hybridpolymerbeschichtungen entwickelt. Zudem wurden die Struktur-Eigenschaftsbeziehung der mechanischen Eigenschaften und chemische Beständigkeit der ausgehärteten Beschichtungen bezogen auf chemische Zusammensetzung und Phasenstruktur untersucht. Viele Eigenschaften (Härte, Zugmodul, Chemikalienbeständigkeit, Glanz) werden von dem organischen Rückgrat der modifizierten Verbindung dominiert. Filme auf Basis höhermolekularer, niederfunktioneller Bindemittel bilden weiche, glatte und weniger beständige Filme als niedermolekulare hochfunktionelle Alkohole. Nichtsdestoweniger beeinflussen die anorganischen Zusätze die Filmeigenschaften unverkennbar. Durch den Zusatz der Aluminium-, Bor-, Titan- und Zirkoniumbutylate wird die Härte der Hybridpolymerbeschichtungen signifikant erhöht. Das wenig reaktive und flüchtige TEOS wird ohne Butylate nicht in die Beschichtungen eingebaut und zeigt auch einreagiert keinen signifikanten Einfluss auf die meisten Eigenschaften, obwohl die Barrierewirkung gegen Wasser mit höherem anorganischen Anteil ansteigt. In den Untersuchungen konnte die Wirkung des Titantetrabutylats als Nukleierungszentrum bekräftigt werden. Adhäsionskraftmessungen (AFM) ermöglichen Erkennung von Größe und Struktur der unterschiedlichen Domänen. Die gefundenen Strukturen korrelieren mit dem DMA-Untersuchungen wo die Dämpfung eine starke Abhängigkeit von der Titankonzentration zeigt (ähnlich dem Payne-Effekt). Diese Hinweise lassen einen Zusammenhang zwischen Domänengröße, -form und -verteilung und Relaxationsprozessen im Hybridpolymergefüge erkennbar.

Zusammenfassung (Englisch)

In the present study a variable one-pot-two-step method for the modification of hydroxyl groups containing binders with ethoxysilanes was developed in order to produce moisture-curing solvent borne hybrid polymer coatings. Additionally, the structure-property relationships between the mechanical properties and chemical resistance of the cured coatings were investigated. Many properties (hardness, modulus, chemical resistance, gloss) are dominated by the organic backbone of the modified compounds. Coatings based on binders of higher molecular weight and lower functionalities are softer, smoother and less resistant as highly functionalized, low molecular weight alcohols. Nevertheless, the effect of the inorganic compound is obvious. By the addition of aluminum-, boron-, titanium- and zirkonium butylate the hardness of the hybrid polymer coatings is significantly increased. TEOS, although added in larger amounts, is not incorporated into the coatings without adding butylates. Furthermore the addition of TEOS shows no significant effect on most properties, although the barrier effect against water increases with a higher inorganic content. The investigations underline the effect of titanium butylate as a nucleation agent. Adhesion force measurements (AFM) allow the detection of size and structure of the different domains. With this method we were able to find a correlation between the inorganic additives and the structure of the domains. The structures found are in agreement with DMA investigations where the damping shows a strong dependence on the titanium concentration (similar to the Payne effect). Based on this information, a correlation between domain size, shape as well as distribution and relaxation processes can be observed.