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Titelaufnahme

Titel
On the socio-economic roots and macroeconomic consequences of terrorismDie sozio-ökonomischen Wurzeln und makroökonomischen Konsequenzen von Terrorismus
AutorMeierrieks, Daniel
PrüferGries, Thomas In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Kraft, Manfred In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2012
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 26.09.2012
SpracheDeutsch ; Deutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-9907 Persistent Identifier (URN)
Dateien
On the socio-economic roots and macroeconomic consequences of terrorism [1 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Dissertation beschäftigt sich mit der potenziell komplexen Interaktion von Terrorismus und wirtschaftlicher Entwicklung. Sie diskutiert die bestehende Theorie und Evidenz und zeigt verschiedene Forschungslücken auf, die durch drei empirische Arbeiten geschlossen werden sollen. Zusammenfassend kommen diese Arbeiten zu dem Ergebnis, dass Terrorismus weder in Lateinamerika noch in Westeuropa einen statistisch erfassbaren, negativen Effekt auf die wirtschaftliche Entwicklung gehabt hat. Dies deutet darauf hin, dass die von Terrorismus betroffenen Volkswirtschaften in diesen Teilen der Welt eine ausreichende makroökonomische Robustheit aufweisen, um negativen ökonomischen Schocks durch Terrorismus zu widerstehen. Es wird argumentiert, dass diese Robustheit mit länderspezifischen Faktoren, insbesondere dem allgemeinen ökonomisch-institutionellen Entwicklungsstand (z.B. im Hinblick auf politisch-ökonomische Diversifikation und Dezentralisierung), in Verbindung steht. Zugleich zeigen die empirischen Arbeiten, dass es einen negativen kausalen Effekt von wirtschaftlichen Faktoren auf das Ausmaß der terroristischen Aktivität in diesen Ländern gegeben hat. Es wird argumentiert, dass eine Verbesserung der sozioökonomischen Situation eines Landes mit höheren Opportunitätskosten von Terrorismus einhergeht, welche Terrorismus weniger attraktiv machen. Dieser Zusammenhang ergibt sich aus dem Kalkül eines rational handelnden Terroristen (gemäß der Rational-Choice-Theorie). Wiederum scheinen länderspezifische Faktoren die Übertragung ökonomischer Entwicklungen auf das Kalkül von Terrorist zu steuern, indem sie z.B. über sozialstaatliche Maßnahmen die Verteilung ökonomischen Erfolgs und die Reduzierung sozioökonomischer Missstände gewährleisten.

Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation examines the potentially complex interaction between terrorism and socio-economic development. It discusses the existing theory and evidence regarding this issue and identifies several research gaps. These gaps are to be closed through three empirical studies. In sum, these studies show that neither in Latin America nor in Western Europe terrorism has a statistically significant and negative effect on economic growth and development. These findings suggest that economies affected by terrorism in these parts of the world have been sufficiently resilient to possible adverse macroeconomic shocks from terrorism. This dissertation argues that this resiliency is governed by country-specific factors, particularly a countrys overall level of economic and institutional development (e.g., with respect to its level of politico-economic diversification and decentralization). At the same time, the three empirical studies show that there is a negative causal effect running from economic factors to the level of terrorist activity in Latin America and Western Europe. It is argued that an improvement of a countrys socio-economic situation results in higher opportunity costs of terrorism, making terrorism a less attractive option. This effect is due to the economic calculus of terrorists that are assumed to be rational actors (as it follows from rational-choice theory). Again, country-specific factors seem to govern the extent to which economic development influence the terrorists calculus. For instance, it is found that social welfare policies reduce terrorist activity by, e.g., improving the distribution of economic success and reducing socio-economic grievances.