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Titelaufnahme

Titel
Migration in China: Eine Ursachen- / Wirkungsanalyse : Wie die wandernde Bevölkerung Chinas Wirtschafts- und Gesellschaftssystem nachhaltig beeinflusst und die Regierung vor herausfordernde Aufgaben stellt
AutorSimon, Manuel
PrüferGries, Thomas In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Kraft, Manfred In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2012
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 11.12.2012
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-10366 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Migration in China: Eine Ursachen- / Wirkungsanalyse [3.57 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Chinas enormes Wirtschaftswachstum der letzten drei Jahrzehnte hat zu großen Ungleichgewichten sowohl zwischen verschiedenen Provinzen als auch zwischen Stadt und Land geführt. Aufgrund dieser Entwicklung haben viele Menschen die meist ländlichen Gebiete Zentral- und Westchinas verlassen und sind auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen in den wirtschaftlich erfolgreicheren Ost-Provinzen. Diese werden zunehmend vor große wirtschafts- und sozialpolitische Herausforderungen gestellt. Der hohe Anteil günstiger Arbeitskräfte hat viele ausländische Investoren ins Land gelockt und die vor allem in den Küstenregionen beheimatete Exportwirtschaft zum Wachstumsmotor werden lassen. Die Migranten selbst haben durch die Zurverfügungstellung ihrer Arbeitskraft entscheidenden Anteil daran. Die Aussicht auf Beschäftigung und bessere Einkommensmöglichkeiten zieht jedoch immer mehr Migranten in die städtischen Gebiete. Diese werden eher von den sich ergebenden Chancen der Stadt angezogen als vom potenziellen Risiko urbaner Armut abgeschreckt. Die somit weiter ansteigende Urbanisierung führt zu erheblichen Agglomerationskosten, welche eventuell zu einem Ausgangspunkt sozialer Unruhen werden können. Denn die Migration scheint zu Druck auf dem Arbeitsmarkt zu führen, insbesondere in solchen Sektoren, wo Migranten in Konkurrenz zu den bereits ansässigen lokalen Arbeitskräften treten. Sicherlich gibt es nicht ‚die eine Lösung, um diese Herausforderungen zu meistern. Es erscheint jedoch erstrebenswert, die Anreize zur Migration - besonders in die Ost-Provinzen - zu verringern, indem entsprechende Wachstumsimpulse in den Zentral- und West-Provinzen geschaffen werden. Darüber hinaus sollte ländliche Armut durch den Auf- bzw. Ausbau entsprechender Sozialsysteme zurückgedrängt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Chinas tremendous economic growth has led to huge discrepancies between different provinces as well as between rural and urban areas. Due to this development many people have left the mainly rural areas of the Central and Western provinces to search for better living conditions in the economically successful Eastern provinces. However, those provinces are increasingly confronted with big economic and social challenges. The high share of cheap labour has attracted lots of international investors. The export economy which has been usually settled down in the coastal areas has become the growth engine of the country. In fact, migrants have contributed to this development due to the provision of manpower. The prospect of income and better employment opportunities pulls ever more migrants in the cities. Migrants seem to be more attracted by the potential chances offered in urban areas than by the potential risk of urban poverty. As this leads to rising urbanization, agglomeration costs are increasing enormously. This development may become the source of social unrest. Indeed, migration appears to cause pressure on the job market, at least in that sectors where migrants directly compete with local residents. Surely, there is not just one solution to the phenomenon of migration in China. It seems reasonable to create impulses for growth in Central and Western provinces in order to reduce incentives to migrate to Eastern provinces. Moreover, rural poverty should be pushed back by implementation and expansion of adequate social security systems.