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Titelaufnahme

Titel
Deutsche Aufsichtsratsgröße und -zusammensetzung
AutorBermig, Andreas In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
PrüferFrick, Bernd In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Wagner, Joachim In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2012
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 08.08.2011
SpracheEnglisch ; Deutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-10381 Persistent Identifier (URN)
Dateien
German supervisory board size and composition [1.11 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Einfluss von Aufsichtsratsgröße und -zusammensetzung auf verschiedenste Größen der Unternehmensperformance ist vielfältig in der Forschung untersucht worden. Der Großteil dieser Forschung war bislang hauptsächlich auf dem amerikanischen Markt ausgerichtet. Erst in den letzten Jahren haben auch vermehrt Untersuchungen in weiteren Ländern stattgefun-den. Während es keine Untersuchungen zur Auswirkung der Aufsichtsratsgröße für den deut-schen Markt gibt, werden bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats in deutschen Unternehmen hauptsächlich zwei Charakteristika betrachtet: Zum einen die Einflüsse von Mitbestimmung und zum anderen die Auswirkungen von Bankenvertretern.Auf Basis des bislang umfangreichsten Datensatzes, der in der deutschen Corporate Governance Forschung verwendet wurde, untersuche ich die Auswirkungen von Aufsichts-ratsgröße und -zusammensetzung auf 1) Marktbewertung und Unternehmensperformance, 2) Manipulation von Bilanzdaten und 3) Liquiditätslevel. Dieser einzigartige Datensatz enthält alle großen deutschen börsennotierten Unternehmen von 1998 bis 2007 (n=294 mit etwa 2.400 Beobachtungen). Die Ergebnisse meiner Analysen sind sehr unterschiedlich: Während ich keine konsis-tenten Auswirkungen von weder Aufsichtsratsgröße noch Aufsichtsratszusammensetzung auf Marktbewertung und Unternehmensperformance finden kann, hat erstere erheblichen Einfluss auf das Management von Bilanzdaten: Weibliche Aufsichtsratsmitglieder werden mit geringe-rem Management von Bilanzdaten assoziiert. Weiterhin haben Firmen mit kleineren Auf-sichtsräten und mehr Mitarbeitervertretern geringe Liquiditätsreserven. Diese unterschiedlichen Ergebnisse meiner Analysen zeigen sehr deutlich die Grenzen von empirischen Untersuchungen in diesem Bereich der Corporate Governance Forschung auf.

Zusammenfassung (Englisch)

The effects of board size and board composition on various measures of firm performance is a well researched topic in the area of corporate governance research; the main focus of this research has been on the US market but in the last years more research in other developed and developing economies has emerged as well. Research on board size does currently not exist for the German market, but board composition has been examined mainly regarding two unique characteristics of German supervisory boards: first, codetermination, i.e., the mandated employee representation, and second, the representation of bank employees on the board. Based on the most comprehensive data set in German corporate governance research thus far, I consider the effects of board size and board composition on 1) market valuation and performance, 2) earnings management, and 3) cash holdings. The unique data set includes all major German listed companies from a ten year period (1998-2007, n=294, with some 2,400 observations). The results of my analyses vary: while no consistent effect of either board size or board composition on firm valuation and performance can be found, the latter does have a signifi-cant impact on earnings management: female directors are associated with less earnings man-agement. Eventually, I find lower levels of cash holdings for firms with smaller boards and with employee representatives on their boards. The mixed results clearly show the limitations of empirical research in this area: these three outcomes suggest that board size and board composition should be considered carefully when structuring a company as well as when investing in certain firms. In contrast, the crea-tion of a "general strategy" with regards to board size and composition is not advisable.