Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Fernsehen bedeutet Hinschauen : Die Doku-Soap im Spannungsfeld zwischen Kritik und Wissenschaft. Eine Re-Vision ihrer Anfänge mit Blick auf das Verhältnis von Format und Medium
AutorNolte, Andrea In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
PrüferWinkler, Hartmut In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2012
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 24.04.2012
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-10621 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Fernsehen bedeutet Hinschauen [1.88 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Den Gegenstand der Dissertation bildet die Doku-Soap, ein Fernsehformat, das Ende der 1990er Jahre erstmals auf den deutschen Bildschirmen zu sehen war. Als innovative Form des Dokumentarischen dominierte sie bis in die frühen 2000er Jahre den Bereich des nicht-fiktionalen Unterhaltungsfernsehens. Eine wesentliche Grundlage ihrer Konzeption war die Aufbereitung dokumentarischen Bild- und Tonmaterials nach den Maßgaben fiktionaler Dramaturgien. Ihre Traditionslinien sowie ihre Entstehungs- und Etablierungsprozesse werden im Rahmen der Arbeit rekapituliert, wobei die institutionellen Rahmenbedingungen und Realisationspraxen ebenso in den Blick genommen werden wie die öffentlichen Reaktionen und soziokulturellen Effekte. Ziel dieser Kontextualisierung ist es, anhand der Genese der Doku-Soap exemplarisch nachzuvollziehen, wie das komplexe Zusammenspiel disparater Aspekte des Mediums Fernsehen - seien sie technischer, ökonomischer, politischer oder kultureller Art - die Entwicklung eines konkreten Formats befördert bzw. beschränkt. Im Fokus stehen dabei die öffentlichen Diskurse, welche durch die Fernsehkritik angestoßen wurden, und die sich insbesondere mit dem Problem der ‚Qualität‘ dokumentarischer Unterhaltungsformate auseinandersetzten. In ihrer Skepsis gegenüber dem konkreten Format spiegelt sich auch die grundsätzlich kritische Haltung gegenüber dem Medium wider. Ausgehend vom theoretischen Modell des Fernsehens als mediales Dispositiv und Ansätzen der Cultural Studies veranschaulicht die Untersuchung der Anfangsphase der Doku-Soap gleichzeitig die sich permanent wandelnden Zwänge, Mechanismen und Funktionen des Mediums Fernsehen. Ziel ist es,die Möglichkeiten eines fernsehwissenschaftlichen Ansatzes aufaufzuzeigen, dessen Resultate durch das Prinzip des pars pro toto gewonnen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject of the thesis is the Doku-Soap, a television format which occurred on German television screens for the first time in the late 1990s. As an innovative form of documentary television it dominated the scope of nonfictional entertainment-programmes until the early 2000s. A fundamental foundation of its concept comprised editing of documentary visual and audio material in accordance with fictional dramatic compositions. The thesis recapitulates its lines of tradition together with its origination and development processes, whereby the conditions of institutional frameworks and realisation practices are taken into account as well as public reactions and socio-cultural effects.The aim of this contextualisation is to use the emergence of the Doku-Soap to exemplify how complex interactions of disparate aspects of the medium television - whether technical, economical, political or cultural - promote or restrict the development of a concrete format. The focus lies on public discourses, which were initiated by television criticism and dealt in particular with the problem of ‘quality concerning documentary entertainment-programmes. This scepticism toward the specific format reflects the inherently critical attitude toward the medium.Based on the theoretical concept of television as a media dispositif and on approaches used within the field of Cultural Studies the analysis of the initial phase of the Doku-Soap illustrates concurrently the permanently changing restraints, mechanisms and functions of the medium television. The goal is to reveal the capability of an approach of television studies, whose results are gained through the principle of pars pro toto.