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Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen zum Bedarf besonderer Kostformen in der Schulverpflegung von Grundschulkindern
AutorOepping, Anke In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
PrüferHeseker, Helmut In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Schlegel-Matthies, Kirsten In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2013
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 19.07.2013
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-11992 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Untersuchungen zum Bedarf besonderer Kostformen in der Schulverpflegung von Grundschulkindern [6.18 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Mittagsverpflegung in deutschen Schulen ist Teil der Gemeinschaftsgastronomie mit steigendem Bedarf. Die Teilnahme soll nach DGE-Qualitätsstandard allen Kindern möglich sein. Struktur- und Leistungsdaten fehlen, speziell zu besonderen Kostformen, die Mehraufwand auf allen Stufen der Verarbeitung und Verteilung hervorrufen. Frage: Welche besonderen Kostformen sind für die Untersuchungsklientel der 6- bis 11-Jährigen relevant und wie hoch ist der Bedarf? Methoden: Analyse und Auswertung von Literatur, soziokulturellen/ epidemiologischen Daten, institutseigenen Verzehrstudien, einer eigenen Querschnittstudie in Grundschulen. Ergebnisse: In vier von fünf Grundschulen werden besondere Kostformen nachgefragt. Religiöse (bes. muslimische) Speisegesetze, Allergien, andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Diabetes mellitus und Vegetarismus wurden als relevante Gründe ermittelt. Insgesamt beträgt der Anteil der 6- bis 11-Jährigen mit besonderen Kostformen in Deutschland bis zu 15%, in NRW bis zu 20%. Soziokulturell/religiös begründete Kostformen betreffen nach Bevölkerungsstatistik ca. 8,5% der 6- bis 11- Jährigen in Deutschland (13,5% in NRW), der ermittelte Anteil in Grundschulen ist höher. Gesundheitlich begründete Kostformen betreffen nach Prävalenzangaben ca. 4-6% der Grundschulkinder, der ermittelte Anteil liegt bei ca. 2%. Der Anteil vegetarisch ernährter Kinder scheint bei ca. 1,4% zu liegen. Schlussfolgerung: Die Differenz zwischen errechnetem und ermitteltem Anteil besonderer Kostformen in der Untersuchungsklientel wirft Fragen auf. Der hohe Anteil spricht für die Erhebung von belastbaren Struktur- und Leistungsdaten sowie Empfehlungen für Schulen und Anbieter im Umgang mit besonderen Kostformen. Die Heterogenität der Kostformen erfordert Kompetenzen auf allen Prozessstufen im Umgang mit Speisen und Betroffenen.

Zusammenfassung (Englisch)

Lunch catering in German schools is a domain of community catering with rising demand. According to `DGE-Qualitätsstandard all children should be able to participate. There is a lack in structural data especially for special diets which cause bigger efforts on each of the supply chains level. Question: Which special diets are relevant for the 6- to 11-year-old children and how high is the estimated need? Methods: Analysis and evaluation of literature, sociocultural and epidemiological data, of in-house intake studies of the institute, of an own cross-sectional study. Findings: Four out of five primary schools in Germany are considered. Religious (esp. muslim) dietary laws, allergies and other food intolerances, insulin-depend diabetes as well as vegetarianism were identified as relevant. The total value of children with special diets in Germany is up to 15%, up to 20% in North Rhine-Westphalia. Statistical data report 8.5% of primary school children in Germany and roughly 13.5% in North Rhine-Westphalia who need special types of food out of cultural reasons. The results of own investigations suggest a greater amount. Due to data of prevalence 4-6% of primary school children should ask for special diets out of healthy reasons. However, the ascertain value is much lower and is about 2%. It seems that the ratio of children with vegetarian diet is at 1.4%. Conclusion: The difference between calculated and determined ratio of special diets prompts questions. Research has shown that the overall high amount suggests the publishment of recommendations for schools and lunch catering services how to deal with special diets in schools. Also a development of structural and performance data is necessary. Due to the heterogeneity of demands, competency is needed on each of the supply chains level. This is necessary in interaction with persons concerned as well as in handling the diet.