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Titelaufnahme

Titel
Syntaktische Perspektiven auf direktive Sprechakte
AutorFreudinger, Markus
PrüferMindt, Ilka In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Burgschmidt, Ernst In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Erschienen2013
HochschulschriftPaderborn, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Tag der Verteidigung: 06.02.2013
SpracheEnglisch ; Deutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:de:hbz:466:2-12155 Persistent Identifier (URN)
Dateien
Syntactic perspectives on directive speech acts [1.67 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit bewegt sich im Feld der kontrastiven Pragmatik und vergleicht die Realisierungen äquivalenter direktiver Sprechakte im Deutschen und Englischen. Der Begriff des direktiven Sprechakts wird in dieser Arbeit enger gefasst als von Searle (1975) intendiert. Als Datenquelle fungieren Dramentexte in der Originalsprache und der Übersetzung in der jeweils anderen Sprache. Die vier ausgewählten Texte sind Brechts „Mutter Courage und Ihre Kinder“, Dürrenmatts „Die Physiker“, Osbornes „Look Back in Anger“ und Leighs „Abigail‘s Party“.Die zentralen Fragen der Untersuchung sind: Welche formalen Realisierungen stehen in den jeweiligen Sprachen zur Verfügung? Welchen funktionalen Stellenwert haben die Formen im System der jeweiligen Sprache? Wie verhalten sich die die Formen in den Sprachen zueinander?Generell sind Realisierungen als reguläre Sätze, irreguläre Sätze und nicht-satzförmig möglich. Für die regulären Sätze sind die Unterkategorien Imperativ, Deklarativ, Ja-Nein Frage und W-Frage in beiden Sprachen möglich; im Deutschen zudem Adhortativ und Infinitiv. Hier gibt es deutliche Unterschiede in der Häufigkeit. Generell verhalten sich Deutsch und Englisch relativ ähnlich in ihrem Gebrauch der einzelnen Satztypen. Eine detaillierte qualitative Beschreibung von Einzelfällen macht den Hauptteil der Untersuchung aus und beantwortet die Fragen: Welche Formen kommen als Äquivalenz vor? Unter welchen Bedingungen werden Deklarative und Fragen direktiv verwendet? Nicht-satzförmige Äußerungen spielen ebenfalls eine erhebliche Rolle. Hier greifen jedoch formale Kategorisierungen nicht, daher wurden diese Äußerungen nach funktionalen Aspekten gruppiert. Diese sind: Aussagegehalt, Beziehung zwischen Sprecher und Hörer, und illokutive Kraft.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is situated in the field of contrastive pragmatics and compares the syntactic realizations of equivalent directive speech acts in English and German. The term directive speech act is being used in a more narrow sense than intended by Searle (1975).Dramatic plays are used as data source for the original language and the translation into the other language. The four texts are Brechts “Mutter Courage und Ihre Kinder“, Dürrenmatts „Die Physiker“, Osbornes „Look Back in Anger“, and Leighs „Abigail‘s Party“.The central questions of this study are: Which forms are available in each language? Which specific function does a form fulfill in the system of each language? How do forms correspond across languages?In general, realizations as regular sentences, irregular sentences and non-sentences are possible. In the case of regular sentences, the subcategories imperative, declarative, yes-no interrogative, and wh-interrogative are possible in both languages. German also offers the adhortative and the infinitive. There are remarkable differences in terms of frequencies for these types.In general, German and English behave rather similar in their use of the clause types. The detailed qualitative description of specific examples constitutes the main part of the analysis and answers the following questions: which forms occur as equivalences? Under which conditions can declaratives and interrogatives be used directively?Non-sentences also play an important role. Formal categories, however, are not helpful; hence the utterances were grouped according to functional aspects. These are: propositional content, relationship between speaker and hearer, and illocutionary force.