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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Untersuchung beschäftigt sich materialanalytisch mit den Experimentalfilmen von Frauen - schwerpunktmäßig mit denen aus den 80er Jahren in der BRD; einer Hochphase des kreativen Filmschaffens von Frauen. Dabei geht es um Fragen nach dem Verhältnis von ästhetischen Mittel und Anliegen der Filmemacherinnen, bestimmte Automatismen (der Wahrnehmung, des Geschlechterrollenverhältnisses und weiterer geselleschaftlicher Strukturen) zu hinterfragen und mithilfe der filmischen Apparatur zu „entautomatiseren.“ Die untersuchten Filme, die in der Regel kaum Beachtung außerhalb bestimmter Kreise fanden - so wie Experimentalfilm häufig ein Spezialpublikum voraussetzt und normalerweise nicht im Kino zu sehen ist - bilden eine wichtige Phase des experimentellen Filmschaffens ab, die zudem auf analogem Filmmaterial ein Trägermedium gefunden hat, das nachhaltig die Wahrnehmung der Zuschauer in spezifischer Weise affiziert. Dies wird in der Arbeit näher an den Filmen diskutiert, da ihr Hauptanliegen mit der materialen Ästhetik eng verknüpft erscheint. In den Filmen von Frauen aus den 80er Jahren stellt die Beschäftigung mit dem „Innenraum“ darüber hinaus einen Schwerpunkt dar. Dieser bildet zumeist einen Bezug zu den konkreten gesellschaftlichen Strukturen, denn in der Erforschung des „Eigenen“ und der Konzentration auf die Aspekte weiblicher Subjektivität, die in Spannung zur herrschenden, männlich geprägten Formen der Interaktion stehen, stellt sich Männlichkeit als das „Andere“ dar. Auf der Suche nach ästhetischen Vorläufern und Vorbildern, die sich u.a. in Maya Deren und Chantal Akerman fanden, wird darüberhinaus ein wenig thematisierter Aspekt eines unterschiedlichen Zeitverhältnisses zwischen Männern und Frauen thematisiert und diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The study deals with material analysis of the experimental films of women - mainly with those from the 80s in Germany; a high phase of creative filmmaking of women. It deals with questions about the relationship between aesthetic means and the filmmakers' concern to question certain automatisms (perception, gender relations and other social structures) and to "de-automise" them with the help of the cinematic apparatus. The films examined represent an important phase of experimental filmmaking, which affects the perceptions of viewers in a specific way due to analogue filmmaking. Their main concern seems to be closely related to the material aesthetics. In the films of women from the 80s, the focus is also on dealing with the "interior". This is usually a reference to the concrete social structures, because in the exploration of the "own" and the focus on the aspects of female subjectivity a certain kind of tension with the dominant, male forms of interaction comes to expression: masculinity presents itself as the "other." In search of aesthetic precursors and role models Maya Deren and Chantal Akerman come into focus. A little thematized aspect regarding a different relationship to time between men and women is discussed in reference to their „classical“ films - which relates to experimental filmmaking of women in the 80s.

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