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Abstract

Eine verlässliche Unternehmensbewertung ist wichtig für Kapitalmarktteilnehmer, da sowohl Preis als auch Wert entscheidungsrelevante Informationen enthalten. Curtis (2012) zeigt, dass sich Preise und Fundamentalwerte im Zeitverlauf losgelöst voneinander entwickeln. Dies wird mit dem Verhalten von Investoren (z. B. Spekulation) begründet. Motiviert durch dieses Ergebnis und die Diskussion über die Nützlichkeit von Rechnungslegungsinformationen, analysieren Studie A) und Studie B) die Verwendung von Rechnungslegungsinformationen zur Risikomessung in der Unternehmensbewertung; Studie C) nimmt eine breitere Perspektive bzgl. der durch Analysten nutzbaren Informationsmenge zur Schätzung des Unternehmenswertes ein. Die Studie untersucht wesentliche Fehlerbekanntmachungen und die Reaktion der Anleger auf non-GAAP-Gewinne vor und nach dieser. Studie A) zeigt, dass die in der bestehenden Literatur dokumentierte, fehlende Kointegrationsbeziehung zwischen Preis und Wert eher durch das genutzte Bewertungsmodell erklärt werden kann als durch das Investorenverhalten. Darüber hinaus zeigt diese Studie, dass sich auf Indexebene eine konservative Rechnungslegung negativ auf die Kointegrationsbeziehung von Preis und Wert auswirkt. Wenn jedoch nur kointegrierte Zeitreihen untersucht werden, dann kann eine konservative Rechnungslegung mit einer Anpassung des Preises an den Wert assoziiert werden. Studie B) zeigt, dass auch auf dem deutschen Kapitalmarkt die Verwendung von Rechnungslegungsinformationen zur Risikomessung eine höhere Bewertungsgenauigkeit erzielt als die Verwendung von Marktinformationen. Fokussiert auf die Preisfindung auf Märkten, zeigt Studie C), dass eine höhere Aufmerksamkeit der Investoren im Anschluss an eine Fehlerbekanntmachung zu einer Verbesserung der Qualität der non-GAAP Berichterstattung führen kann.

Abstract

An accurate and thus reliable equity valuation is crucial for capital market participants as value and price reveal decision-relevant information. Curtis (2012) shows that equity prices are detached from fundamental values reasoned in investors trading behaviors (e.g., speculation). Motivated by this finding and the discussion of the usefulness of accounting information, Study A) and Study B) analyze the usage of accounting information for risk measurement in equity valuation; Study C) takes a broader perspective to the information setting used by analysts to estimate the intrinsic value of a company. This study analyzes an informational shock to accounting information (restatement of GAAP earnings) and the spillover effect to another component of the analysts information setting non-GAAP earnings. Study A) contributes to the literature by documenting that the lack of co-movement in prior research can be explained by the applied valuation model, rather than investors trading behavior. This result provides strong empirical evidence that accounting information is useful for equity investors. Finally, the study documents that on an index level, conservative reporting harms the co-movement of price and value; however, conditioning on a co-movement of price and value, more conservatism helps move prices back to fundamentals. Study B) is based on these findings and shows that value estimates using an accounting-based risk measurement approach produce a smaller valuation inaccuracy relative to the market-based approach for the German market. Focusing on the price formation on markets, Study C) provides evidence that heightened investor scrutiny of GAAP reporting quality affects investors treatment of aggressive non-GAAP reporting choices.