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Zusammenfassung

Sportliche Angebote finden schon lange im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung zur Förderung der Mitarbeitergesundheit statt. Mittlerweile werden aber auch organisationale Effekte angestrebt. Angesichts hoher Krankenstände, eines Fachkräftemangels und wachsender Arbeitsanforderungen sind sportliche Angebote auch in öffentlichen Verwaltungen zu beobachten. Da in öffentlichen Verwaltungen unter anderen Rahmenbedingungen agiert und entschieden wird als in wirtschaftlichen Organisationen, ist anzunehmen, dass sich vorliegende Erkenntnisse aus Unternehmen nur bedingt auf diese übertragen lassen. Daher wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung und Funktionen dem Sport im Verwaltungsgesundheitsmanagement von Seiten der öffentlichen Verwaltungen zugeschrieben werden und von welchen Bedingungen ein Sportangebot in Kommunalverwaltungen abhängt? Es handelt sich bei der vorliegenden Studie um eine explorative Fallstudie mit einem Mixed-Method-Ansatz. Dafür wurden ausgewählte Kommunalverwaltungen mittels Fragebogen befragt. Anschließend wurden zwölf Interviews mit 15 Experten des Gesundheitsmanagements aus elf Kommunalverwaltungen in und um NRW geführt. Die Befunde zeigen, dass die Akteure bei der Planung von Sportangeboten vielfältigen, teils verwaltungsspezifischen Barrieren begegnen, deren Einfluss im Implementierungsprozess variiert. Zudem lassen sich diese auf der Organisations- und Umweltebene beobachten. Eine zentrale Gelingensbedingung ist ein hoher Stellenwert von Sport und Gesundheit in der Verwaltungskultur und unter den Verwaltungsmitgliedern. Auf Basis der Ergebnisse wurde ein Modell konzipiert, welches erlaubt, Hypothesen über die Zusammenhänge zentraler Barrieren und Gelingensbedingungen, die beim Sport im Verwaltungsgesundheitsmanagement auftreten können, abzuleiten.

Abstract

Sporting activities have long been part of workplace health promotion to promote employee health. In the meantime, however, organisational effects are also being sought. In view of high sickness rates, a shortage of skilled workers and growing work demands, sporting activities can also be observed in public administrations. Since public administrations act and make decisions under different framework conditions than economic organisations, it can be assumed that existing findings from companies can only be transferred to them to a limited extent. Therefore, the question is pursued as to which importance and functions are attributed to sport in the health management of public administrations on the part of the local administrations and on which conditions does the sport programme in local administrations depend? This study is an explorative case study with a mixed-method approach. For this purpose, selected local administrations were surveyed by a questionnaire. Subsequently, twelve interviews were conducted with 15 health management experts from eleven local administrations in and around NRW. The findings show that the actors encounter various, partly administration-specific barriers in the planning of sports offers, the influence of which varies in the implementation process. In addition, these can be observed at the organisational and environmental levels. A key condition for success is a high priority given to sport and health in the administrative culture and among the members of the administration. On the basis of the results, a model was designed that allows to derive hypotheses about the interrelationships of central barriers and conditions for success that can occur in sport in administrative health management.