Go to page

Bibliographic Metadata

Links
Abstract

In dieser Arbeit werden effiziente Marktstrukturen aus der Perspektive der Industrieökonomik und der Netzwerktheorie analysiert. Wir interessieren uns insbesondere dafür, wie Distributionsstrukturen zustande kommen, also wie die Güter von den Produzenten zu den Einzelhändlern und schließlich zum Kunden gelangen. Mit dieser Arbeit gewinnen wir ein umfassenderes Verständnis dafür, warum Marktstrukturen entstehen und welche Anreize die Akteure haben, bestimmte Distributionskanäle zu wählen. Wenn wir uns auf die Distributionsentscheidungen auf Seiten der Händler konzentrieren und die Bündelung im Einzelhandel als Vertriebsstrategie betrachten, stellen wir fest, dass eine Distributionsentscheidung der Händler strategisch eingesetzt wird, um den Grad des Wettbewerbs auf dem Markt zu beeinflussen. Der Händler nutzt die Bündelung von Gütern, um den Wettbewerb zu verringern, und profitiert von dem daraus resultierenden Anstieg der Einzelhandelspreise. Wenn wir die Vertriebsentscheidungen auf Seiten der Hersteller analysieren, stellen wir fest, dass die Hersteller eine nicht-exklusive Vertriebsstruktur anwenden, um den Wettbewerb auf dem Markt zu intensivieren und von der damit verbundenen Produktionsausweitung zu profitieren. Anschließend beleuchten wir Marktstrukturen aus einer Netzwerkperspektive und untersuchen experimentell, welche Netzwerkstruktur ein zentraler Netzwerkdesigner wählt, wenn potentiell ein Angriff auf das Netzwerk bevorsteht. Wir testen dabei die theoretischen Vorhersagen von Dziubinski und Goyal (2013), die kosteneffiziente Netzwerkbildung und -verteidigung untersuchen. Unsere Ergebnisse bestätigen deren Gleichgewichtsvorhersagen nur teilweise, da es scheint, als ob unabhängig von seiner Kosteneffizienz meist das intuitivste Netzwerk gebildet wird, während andere Gleichgewichtsstrukturen zu komplex sind.

Abstract

This thesis examines market structures from the perspective of industrial organization andnetwork theory. We are particularly interested in how the channel structure comes about; thus, how the goods are distributed from the producers to the retailers and finally to the customer. By means of this thesis, we gain a richer understanding of why certain channel structures occur and of the agents incentives to choose particular distributions. First, we focus on the distribution decisions on the downstream side of the market and consider retail bundling as downstream distribution strategy. We observe that a downstream distribution decision is strategically used to impact the degree of competition in the market. Retailer use bundling to reduce competition and benefit from the resulting increase in retail prices. Next, we concentrate on the distribution decisions on the upstream side of the market. We ascertain that the manufacturers use non-exclusive selling as a strategy to intensify competition in the market and profit from the associated output expansion. Finally, we take a network perspective and investigate experimentally which network structure a central network designer chooses in view of an upcoming attack. We thereby test the theoretical predictions of Dziubinski and Goyal (2013) who study cost-efficient network formation and defence. We confirm the predictions only partly since it seems as if the most intuitive network is formed independent of its cost-efficiency, while other equilibrium structures may rather be too complex to be obtained.