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Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelAuswahllogiken und Unterscheidungskategorien beim Zugang zur dualen Berufsausbildung: „Ich versuche, jemanden dann an die Stelle zu senden, dass das Puzzleteil sozusagen passt.“ / Sophie Anna Tamara Krug von Nidda ; Gutachter:in Prof.in Dr. Bettina Kohlrausch, Prof. Dr. Hans J. Pongratz
- Autor
- Gutachter
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (236 Seiten) : Diagramme
- HochschulschriftUniversität Paderborn, Dissertation, 2026
- AnmerkungTag der Verteidigung: 12.01.2026
- Verteidigung2026-01-12
- SpracheDeutsch
- DokumenttypDissertation
- Schlagwörter (GND)
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Klassifikation
Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund von Fachkräfteengpässen und anhaltend großer Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt untersucht diese Dissertation den Prozess der betrieblichen Auswahl von Auszubildenden im Rahmen der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Welche Rolle spielen Ausbildungsbetriebe beim ungleichen Zugang zum Ausbildungsmarkt? Konkret wird analysiert, wie Auswahlprozesse strukturiert sind, welche Selektionskriterien Anwendung finden und wie Entscheidungen legitimiert werden. Als theoretischer Rahmen dient der konventionssoziologische Ansatz der Rechtfertigungsordnungen, welcher mit einer intersektionalen Analyseperspektive verknüpft wird. Damit stehen Legitimationslogiken, Differenzkonstruktionen und die intersektionale Verwobenheit von Kategorien im Fokus der rekonstruktiven Analyse, die anhand von 16 problemzentrierten Interviews mit betrieblichen Gatekeepern durchgeführt wird. Die Analyse erfolgt anhand der Ausbildungsberufe Verkäufer:in und Kaufmann/-frau im Einzelhandel in Ausbildungsbetrieben verschiedener Branchen. Die Arbeit trägt zum Verständnis der Selektionspraktiken, ihrer gesellschaftlichen Einbettung und ihrer Folgen für soziale Ungleichheit beim Zugang zu dualen Ausbildungsplätzen bei. Insbesondere an den vielfältigen Wirkungsweisen des Merkmals Migrationshintergrund werden die verschiedenen Grenzziehungen, die Personalverantwortliche im Auswahlprozess vornehmen, deutlich.
Abstract
In light of skill shortage and the persistent matching problems in the apprenticeship market this dissertation examines how companies recruit apprentices in the German system of dual vocational training. Which role do companies play in shaping unequal access to the apprenticeship market? Specifically, it analyses how recruitment processes are structured, which selection criteria are applied, and how decisions are justified. The theoretical framework is based on the sociology of conventions and its concept of orders of worth, combined with an intersectional analytical perspective. The reconstructive analysis focuses on logics of justification, the construction of social differences, and the interrelation of social categories. The empirical study is based on 16 problem-centered interviews with organisational gatekeepers involved in apprentice recruitment. The analysis focuses on the apprenticeship programs for sales associates and retail business administrators in training companies across various industries. It contributes to a deeper understanding of selection practices, their social embeddedness, and their implications for social inequality in access to dual apprenticeship positions. The various distinctions that gatekeepers make during the selection process become particularly evident in the diverse ways in which the characteristic of “migration background” manifests itself.

