TY - THES AB - Hans Werner Richter und Wolfgang Borchert, zwei der bekanntesten deutschen Nachkriegsschriftsteller, waren selbst auf erbittert umkämpften Schauplätzen des 2. Weltkrieges eingesetzt: Richter in Italien bei Cassino, Borchert an der Ostfront südlich Moskaus. Trotz der Auseinandersetzung mit ihren literarischen Zeugnissen aus dieser Zeit, wie Richters Roman „Die Geschlagenen“ und Borcherts Kurzgeschichten, ist die Frage nach ihrem eigenen Kriegserleben, nach Schuldbewusstsein und dem Niederschlag in ihrer Literatur wissenschaftlich bisher nur unzulänglich untersucht worden. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, diese Lücke zu schließen.Anhand der fiktionalen Texte und Feldpostbriefe beider Autoren, von Wehrmachtsberichten und militärhistorischen Werken konnte die Einsatzroute H. W. Richters eindeutig festgestellt werden, W. Borcherts Stationierungsorte lassen Varianten offen. Trotz vergleichsweise ähnlicher Kriegserlebnisse war die literarische Umsetzung unterschiedlich: Denn Richter vermied künftig jeden Rückblick, während Borchert in seinen Monologen und Appellen an Einsicht gewann. NS-Zeit, Besatzungsstatus, Schuld thematisierten beide nicht. Die fremde Zivilbevölkerung geriet kaum in ihren Fokus. Heute ist zu beobachten, dass der 2. Weltkrieg in der Erinnerung der Deutschen zwar noch virulent ist, jedoch Motive vorliegen müssen (Menschenrechte), Kriegseinsätze wieder zu akzeptieren - die Appelle verhallt sind? AU - Brandes, Katrein CY - Paderborn DA - 2018 DO - 10.17619/UNIPB/1-288 DP - Universität Paderborn LA - ger N1 - Tag der Verteidigung: 07.12.2017 N1 - Universität Paderborn, Dissertation, 2017 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 2018 SP - 1 Online-Ressource (231 Seiten) T2 - Fakultät für Kulturwissenschaften TI - Hans Werner Richter - Wolfgang Borchert: zwei Schriftsteller im 2. Weltkrieg ; ihre Kriegseinsätze und die Umsetzung in Literatur UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:2-30380 Y2 - 2026-01-12T09:19:37 ER -