TY - THES AB - Der Begriff des 'Ganzen' spielt für zahlreiche ästhetische Konzepte des 18. und 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Die Musikwissenschaft hat ihn bisher nur unzureichend thematisiert. Sie erwähnt ihn vor allem im Zusammenhang mit der Werkästhetik, setzt sich dabei aber nicht mit den unterschiedlichen Bedeutungen auseinander, die er in den zeitgenössischen Texten annehmen konnte. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Ideengeschichte ästhetischer Ganzheit von Rameau bis Hanslick. Sie unterscheidet sechs Arten und Aspekte ihres semantischen Gehalts (formale, rezeptive und inhaltliche Ganzheit sowie teleologische Unabhängigkeit, ontische Dauerhaftigkeit und epistemische Transzendenz), verfolgt ihre Entwicklungen und analysiert ihre Verhältnisse zu verschiedenen ästhetischen Konzepten des 18. und 19. Jahrhunderts (Werkästhetik, das Schöne, das Erhabene, Autonomieästhetik, absolute Musik, Romantik). Der letzte Teil der Arbeit untersucht die Bedeutung der sechs Arten und Aspekte ästhetischer Ganzheit in der modernen Philosophie und reflektiert ihre Berechtigung. Die Ergebnisse der Dissertation erlauben nicht nur einen differenzierteren Umgang mit den ästhetischen Entwicklungen des 18. und 19. Jahrhunderts im Hinblick auf einen ihrer nur scheinbar leicht zu durchschauenden Kernbegriffe, sondern erweitern auch den Reflexionshorizont jedes Kunstinteressierten im theoretischen und praktischen Umgang mit Kunstwerken aller Art. AU - Fukerider, Andreas CY - Paderborn DA - 2019 DO - 10.17619/UNIPB/1-706 DP - Universität Paderborn LA - ger N1 - Tag der Verteidigung: 26.04.2019 N1 - Universität Paderborn, Dissertation, 2019 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 2019 SP - 1 Online-Ressource (432 Seiten) T2 - Fakultät für Kulturwissenschaften TI - Konzepte ästhetischer Ganzheit im deutschsprachigen Musikschrifttum des 18. und 19. Jahrhunderts UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:2-34649 Y2 - 2026-02-04T14:07:32 ER -