TY - BOOK AB - Die Kanonisierung literarischer Werke resultiert letztlich daraus, dass ihnen mehrfach, also wiederholt, Relevanz zugesprochen wird. So einfach dies klingt, ist die Wertung von und in Literatur ein in der Forschung bis auf wenige Ausnahmen vernachlässigtes Thema, sodass über den Kanon selbst ungleich mehr gesprochen wird als über die Modi und Valorisierungen, die ihm jeweils zugrunde liegen. An diesem Punkt setzt die vorliegende, kultursemiotisch fundierte Studie zur literarischen Wertungsforschung an und fragt zunächst danach, wie sich die vielfältigen Wertungen von Literatur angemessen beschreiben lassen. Dazu werden wichtige Arbeiten der bisherigen Wertungs- und Kanonisierungsforschung einer kritischen Revision unterzogen, bevor dann - in Abgrenzung zu primär handlungsanalytischen Ansätzen und in Anlehnung an den New Historicism und Julia Kristevas Konzept der Intertextualität - ein weiter Begriff von literarischer Wertung entwickelt wird. Mit ihm wird normativen Perspektiven auf die Kulturökonomie, die nur vorgeblich als wertneutral modelliert sind, eine Referenz- bzw. Relevanzökonomie entgegengestellt, für deren strukturelle Bestimmung Søren Kierkegaards Vorstellung von Wiederholung geltend gemacht wird. Abschließend werden die entwickelten Analysekonzepte am Beispiel von Werk und Wirkung Detlev von Liliencrons erprobt. AU - Bierwirth, Maik DO - 10.17619/UNIPB/1-853 DP - Universität Paderborn LA - ger M1 - Band 21 N1 - Bei der Vorlage handelt es sich um eine überarbeitete Fassung der Dissertation N1 - Universität Paderborn, Dissertation, 2014 PY - 2017 SN - 978-3-939381-94-5 SP - 276 Seiten T2 - Diskursivitäten TI - Wiederholung, Wertung, Intertext: Strukturen literarischer Kanonisierung UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:2-36112 Y2 - 2026-01-15T11:43:42 ER -