TY - THES AB - Charles Taylor hat eine moralische und politische Vision, die durch den Hintergrund seines eigenen katholischen Glaubens geprägt ist und die in dieser Dissertation als seine "theopolitische Vision" bezeichnet wird. Diese Vision taucht in seinen Genealogien der Moderneinsbesondere in A Secular Ageals das "Netzwerks der Agape" auf. Taylor versucht auf subtile Weise, diese Vision als annehmbare Form des Glaubens und der Zugehörigkeit im zeitgenössischen Kontext zu plausibilisieren, aber gleichzeitig geht ihre Plausibilität ironischerweise mit ihrer Unrealisierbarkeit als politisches Programm einher. Das heißt, es ist eine "apophatische" theopolitische Vision. Die vorliegende These weist auf zwei Dinge hin: Erstens ist Taylors theopolitische Vision niemals etwas, das in das politische Leben mobilisiert werden kann (d.h. sie ist nicht-theokratisch). Das "Netzwerks der Agape" fungiert in der Erzählung als Negativfolie zu anderen Moralvorstellungen und Sozialitäten, die versuchen, eine endgültige Synthese für das Selbst in der Gemeinschaft zu finden, und letztlich scheitern. Zweitens bewirkt Taylors literarisch-philosophischer Erzähl- und Dialogstil eine Triangulierung dieser Vision, die Plausibilität schaffen und einen Rahmen für einen möglichen “Leap of faith” in Richtung dieser Vision gründen kann. Und dies kann sich indirekt auf tatsächliche Formen der Sozialität und Zugehörigkeit auswirken, die dem agapaischen Netzwerk ähneln können. AU - Rainey, Justin CY - Paderborn DA - 2022 DO - 10.17619/UNIPB/1-1791 DP - Universität Paderborn LA - eng N1 - Tag der Verteidigung: 26.04.2022 N1 - Universität Paderborn, Dissertation, 2022 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 2022 SP - 1 Online-Ressource (341 Seiten) T2 - Institut für Evangelische Theologie TI - Charles Taylor's apophatic theopolitics UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:2-45532 Y2 - 2026-01-21T03:28:35 ER -