TY - THES AB - Die Digitalisierung bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vielfältige Potenziale, um Arbeitsprozesse effektiver und effizienter zu gestalten. Da in digitalisierten Arbeitsprozessen neue Kompetenzanforderungen entstehen, ist es wichtig, die geforderten Kompetenzen bereits vor Umsetzung der Digitalisierungsvorhaben (prospektiv) sowie bezogen auf die zukünftigen bzw. digitalisierten Prozessschritte (prozessbezogen) zu erfassen. Auf diese Weise können Kompetenzentwicklungsbedarfe frühzeitig erkannt werden. Für die Digitalisierung bzw. digitale Neugestaltung von Arbeitsprozessen werden zunehmend VR-Umgebungen eingesetzt, die ebenfalls ein besonderes Potenzial für die Durchführung einer begleitenden prospektiven und prozessbezogenen Kompetenzmodellierung (PKOM) aufweisen. VR-Umgebungen ermöglichen eine immersive und interaktive Simulation von Arbeitsprozessen in dreidimensional nachgebildeten Arbeitsumgebungen. Auf diese Weise können Mitarbeitende als Prozessexpert*innen sowohl besser in die digitale Neugestaltung von Arbeitsprozessen als auch in die begleitende PKOM eingebunden werden. Darüber hinaus können entsprechende VR-Umgebungen zur Erstellung von VR-basierten Avatar-Videos (VRA-Videos) genutzt werden, die im Rahmen von betrieblichen Prozesstrainings zur Förderung des Prozessverständnisses und der Lernmotivation von Mitarbeitenden beitragen können. Obwohl die erwähnte PKOM im Kontext der Digitalisierung von Arbeitsprozessen bedeutsam ist und VR-Umgebungen hierfür besondere Vorteile versprechen, finden sich bislang keine VR-basierten PKOM-Verfahren. Zudem liegen noch keine empirischen Befunde vor, ob VRA-Videos tatsächlich lern- und motivationsfördernd sind und das Prozesstraining effektiv unterstützen können. Die beschriebenen Desiderate werden daher in der vorliegenden Dissertation adressiert. Dabei wird zunächst ein PKOM-Vorgehen konzipiert und in Experteninterviews mit Beschäftigten in drei KMU erprobt. Anhand der resultierenden Kompetenzmodelle werden Kompetenzentwicklungsbedarfe prospektiv und prozessbezogen abgeleitet. Anschließend erfolgt ein Übertrag der PKOM-Methodik in die VR-Darstellung. Neben der VR-gestützten Kompetenzbestimmung wurden softwareergonomische Usability- und Akzeptanzkriterien analysiert, um Vorteile und Herausforderungen von VR-Umgebungen für die Durchführung der PKOM zu identifizieren. Schließlich werden VRA-Videos entwickelt und hinsichtlich ihres Potenzials zur Förderung des Prozessverständnisses und der Lernmotivation untersucht. Abschließend erfolgt eine Diskussion der Studienergebnisse sowie die Ableitung von Implikationen für die Forschung und die Praxis. AU - Depenbusch, Sarah CY - Paderborn DO - 10.17619/UNIPB/1-2218 DP - Universität Paderborn LA - ger N1 - Tag der Verteidigung: 25.03.2025 N1 - Kumulative Dissertation Universität Paderborn, Dissertation, 2025 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 2025 SP - 1 Online-Ressource (XII, 138 Seiten) T2 - Fakultät für Kulturwissenschaften TI - Analyse und Training bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen in KMU: Virtual Reality-basierte Ansätze zur prospektiven und prozessbezogenen Kompetenzmodellierung und zum Prozesstraining für digitalisierte Arbeitsprozesse UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:2-54290 Y2 - 2026-01-14T06:01:18 ER -