TY - THES AB - Die Objekterkennung ist eines der wichtigsten Probleme der digitalen Bildverarbeitung und kann mit verschiedenen Ansätzen und funktionalen Teilkomponenten adressiert werden. Dies umfasst verschiedene Vorverarbeitungsschritte, Merkmalstypen sowie Lern- und Klassifizierungsmethoden, abhängig von der spezifischen Aufgabe und den Einsatzbedingungen. Sowohl traditionelle als auch Deep-Learning-basierte Ansätze erfordern robuste Merkmale, die hinreichend deskriptiv und distinktiv sind, um Objekte oder Klassen zu erkennen und zu unterscheiden. In dieser Arbeit werden zwei neue Methoden zur Extraktion solcher Merkmale vorgestellt: Die erste bestimmt lokale, skalierungsinvariante Konturmerkmale um Krümmungsextrema. Die zweite stellt ein Mehrdeutigkeitsmodell mit Kantenverfolgung dar, um die Merkmale aus binären Kantenbildern zu extrahieren. Abschließend wird vorgeschlagen, die Methoden in einen Deep-Learning-basierten End-to-End-Ansatz zur Merkmalsdetektion zu integrieren. Neben technischen Überlegungen sind die Konturmerkmale von Erkenntnissen zur menschlichen Wahrnehmung motiviert. Insbesondere weisen Krümmungsextrema den größten Informationsgehalt entlang von Objektkonturen und eine hohe Salienz in der menschlichen Wahrnehmung auf. Eine Besonderheit der Merkmale ist die Zuordnung einer charakteristischen Skalierung. Während dies für ansichtenbasierte Merkmale verbreitet ist, fehlt eine robuste Methodik für Krümmungsextrema. Zur Extraktion wird ein skalenraumtheoretischer Ansatz verwendet, der dazu ein formalisiertes Bottom-Up-Framework bietet. Es wird gezeigt, dass die Konturmerkmale auch bei starken Größenänderungen, Rauschen und teilweiser Überdeckung zuverlässig extrahiert werden können. Außerdem werden Boxfilter-Ansätze analysiert und integriert, um Echtzeitfähigkeit zu erzielen, sowie eine neue Padding-Methode für offene Konturen vorgestellt. Binäre Kantenbilder enthalten oft Schnittpunkte, Kreuzungen und andere Strukturen, die die Extraktion kohärenter Objektkonturen erschweren. Diese sind jedoch zur Extraktion der Konturmerkmale sowie für andere Methoden erforderlich. Das in dieser Arbeit vorgestellte Mehrdeutigkeitsmodell wurde entwickelt, um solche Mehrdeutigkeiten zu beschreiben und aufzulösen. Obwohl das Modell nur vier einfache Prinzipien verwendet, kann es komplexe Strukturen in binären Kantenbildern auf intuitive und effektive Weise verarbeiten. Im Vergleich zu bestehenden Methoden bietet das Modell die differenzierteste Segmentierung und reduziert gleichzeitig Redundanzen (doppeltes Einlesen von Kantenpixeln). Es wird gezeigt, dass die Methode komplexe Mehrdeutigkeiten in verschiedenen Anwendungsbeispielen effektiv auflösen kann. AU - Hennig, Markus CY - Paderborn DO - 10.17619/UNIPB/1-2434 DP - Universität Paderborn LA - eng N1 - Tag der Verteidigung: 29.10.2025 N1 - Universität Paderborn, Dissertation, 2025 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 2025 SP - 1 Online-Ressource (viii, 129 Seiten) : Diagramme, Illustrationen T2 - Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik TI - Local Scale-Invariant Contour Features for Object Recognition UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:2-56565 Y2 - 2026-01-12T17:40:47 ER -