TY - THES A3 - Schroeter-Wittke, Harald A3 - Nord, Ilona AB - Die Arbeit untersucht die Identitätskonstruktionen eines evangelischen Pfarrers des östlichen Kirchenkreises Paderborn, der dort in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewirkt hat. Zentrale Elemente seiner Frömmigkeitstheologie sind die Abgrenzung zum Katholizismus, der Sozialdemokratie und der Liberalen Theologie. Der Kern seiner Vorstellung ist in dem Konzept von Kirchlichkeit zu suchen. Positiv wird Kirchlichkeit eine veräußerlichte Form der Frömmigkeit verstanden und mit den Begriffen Schrift und Bekenntnis konturiert. Gerade die Ausprägungen konservativer pastoraltheologischer Entwürfe sind noch kaum erforscht, haben sich aber in das kulturelle Gedächtnis von Kirche eingeschrieben. Die Verhältnisse im Kirchenkreis Paderborn sind für die evangelischen Gemeinden im 19. Jahrhundert insofern prekär, da sich die Gemeinden fast alle erst in Folge der preußischen Annektion des ehemaligen Fürstbistums Paderborn bildeten. Im Verhältnis zur katholischen Kirche bilden diese nur eine kleine Minderheit, die aber zugleich mit dem preußischen Protestantismus, der das Königreich getragen hat und im späteren Kaiserreich hegemonial wurde, identifiziert werden. Von diesem Blickwinkel lässt sich der Protestantismus im östlichen Westfalen auch als eine Form des Kolonialismus verstehen. AU - Janus, Richard DA - 2015 DP - Universität Paderborn KW - Kirchenkreis KW - Pastoraltheologie KW - Identität KW - Pfarrer KW - Evangelische Kirche LA - ger N1 - Tag der Verteidigung: 10.02.2015 N1 - Paderborn, Univ., Diss., 2015 PB - Veröffentlichungen der Universität PY - 2015 T2 - Institut für Evangelische Theologie TI - Pastorale Identitätskonstruktionen in der Diaspora am Beispiel des Pfarrers Theodor Holzhausen (1826-1900) im Kirchenkreis Paderborn UR - https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:2-15609 Y2 - 2026-01-14T15:13:36 ER -