Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelDual studieren – integriert lernen? : eine theoretische Grundlegung und empirische Analyse des Lernens in dualen Studienangeboten / von Lisa Mordhorst ; Erstgutachter: Prof. Dr. Tobias Jenert, Zweitgutachter: Prof. Dr. Karl Wilbers
- Autor
- Gutachter
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (V, 49 Seiten)
- HochschulschriftUniversität Paderborn, Dissertation, 2025
- AnmerkungTag der Verteidigung: 09.10.2025
- Verteidigung2025-10-09
- SpracheDeutsch
- DokumenttypDissertation
- Schlagwörter (GND)
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Klassifikation
Zusammenfassung
Duale Studienangebote verbinden zwei Bildungswege: Berufsausbildung und Studium. Bisherige Forschungsbeiträge zu diesen Studienangeboten untersuchen primär strukturelle Fragen der Angebotsorganisation und des Zusammenspiels der Lernorte. Aus pädagogischer Sicht ist weitgehend unklar, welchen Mehrwert die Studienangebote für Lernende erbringen sollen. Diese unpräzise pädagogische Zielsetzung führt zu Folgeproblemen − bspw. zu wenig zielgerichteten didaktischen Gestaltungsmerkmalen für die Kombination des akademischen und beruflichen Lernens. Die Dissertation adressiert diese Forschungslücke, indem sie studentische Lernprozesse in dualen Studienprogrammen konzeptualisiert, empirisch erfasst und untersucht, wie sie didaktisch unterstützt werden können. Dazu nimmt die Dissertation eine curriculumtheoretisch fundierte Perspektive ein. Das Forschungsdesign ist konsekutiv und multimethodisch angelegt. Es umfasst (1) eine Literaturanalyse, (2) eine hierarchische Clusteranalyse und (3) vier vergleichende Fallstudien. Im Rahmen der kumulativen Dissertation werden zunächst bestehende Forschungslücken mit der Literaturanalyse systematisch identifiziert und pädagogisch eingeordnet. Daran anschließend werden duale Studienangebote empirisch-quantitativ hinsichtlich der Implikationen ihrer Strukturen für Lernende typologisiert. Zudem wird „Integration“ als Kernkonzept für duale Studienangebote theoretisch fundiert. Integration beschreibt demnach die subjektive Verarbeitung akademischer und beruflicher Lernerfahrungen. Diese genuin subjektiven Lernprozesse werden in den Fallstudien rekonstruiert. Ergebnisse der Dissertation zeigen, dass Integration didaktisch nicht erzeugt werden kann, sondern aus der Interaktion der Studierenden mit strukturellen und lernkulturellen Umgebungen entsteht. Optionen zur Unterstützung der Integration sind vielfältig. Die Dissertation bildet mit dem curricularen Zugang eine Ausgangsbasis, um die pädagogisch-didaktische Forschungsperspektive auf duale Studienangebote zukünftig zu vertiefen und diese hybriden Bildungsangebote weiterzuentwickeln.
Abstract
In Germany, dual study programmes that combine two educational pathways, vocational training and academic study, are a fairly new phenomenon in higher education. Most research on dual study programmes addresses structural aspects such as the programme organisation or the combination of learning sites. To date, it has been largely unclear from a pedagogical perspective what the added value of dual study programmes is for learners. Resultant problems arise from having imprecise pedagogical objectives, for example design features for combining academic and vocational learning are not targeted enough. In light of this research gap, the dissertation conceptually defines learning processes in dual study programmes. It analyses these learning processes empirically and examines how they can be pedagogically supported. To this end the dissertation opens a curricular perspective. Its research design is consecutive and multi-methodical. It comprises (1) a literature review, (2) a hierarchical cluster analysis sampling the (3) four subsequent case studies. This cumulative dissertation starts with the literature review which systematically identifies research gaps and classifies them pedagogically. Subsequently it typologises the study programmes empirically and quantitatively according to the implications of their structures for learners. The dissertation theoretically defines the key concept of “integration” for dual study programmes. Integration describes the subjective processing of academic and vocational learning experiences. These genuinely subjective learning processes are reconstructed through the case studies. The findings indicate that integration cannot be generated didactically but results from students’ interaction with the learning culture and structural environment. There are various ways to support integration. By providing a curricular approach this dissertation offers a foundation for further research into the pedagogical perspective of dual study programmes, both in Germany and internationally.

