Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelKulturelle Semantik der Weimarer Republik: Symbolische Ordnungen und Imaginationen zwischen links und rechts / Anhelina Akunevich ; Betreuer*in Prof. Dr. Lothar van Laak, PD Dr. Kristin Eichhorn
- Autor
- Gutachter
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (305 Seiten)
- HochschulschriftUniversität Paderborn, Dissertation, 2026
- AnmerkungTag der Verteidigung: 14.01.2026
- Verteidigung2026-01-14
- SpracheDeutsch
- DokumenttypDissertation
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Zusammenfassung
Die Dissertation untersucht die ideologischen und ästhetischen Überschneidungen zwischen rechten und linken Denktraditionen in der Kultur der Weimarer Republik. Ziel der Arbeit ist es, die verbreitete Dichotomie zwischen „links“ und „rechts“ zu hinterfragen und aufzuzeigen, dass in literarischen, filmischen und kulturellen Diskursen der Jahre 1918–1933 zahlreiche Gemeinsamkeiten existierten. Im Zentrum der Analyse stehen zentrale Motive wie das Verhältnis von Organischem und Mechanischem, religiöse und mythologische Bildwelten, Konzepte von Raum und Zeit, das Bild der aktiven Frau sowie ästhetische Kategorien wie Leere, Farbsymbolik und Übersättigung.Methodisch verbindet die Arbeit kulturwissenschaftliche Analyse mit literatur- und filmwissenschaftlichen Ansätzen sowie ideengeschichtlicher Kontextualisierung. Durch die vergleichende Untersuchung von Texten, Filmen und kulturpolitischen Programmen wird gezeigt, dass sowohl rechte als auch linke Strömungen ähnliche narrative Strategien und symbolische Ordnungen nutzten, um gesellschaftliche Krisenerfahrungen zu verarbeiten.Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die kulturelle Landschaft der Weimarer Republik weniger durch klare ideologische Trennlinien geprägt war als durch komplexe Austauschprozesse. Die Arbeit trägt damit zu einem differenzierteren Verständnis der kulturellen Moderne bei und zeigt, dass politische Gegensätze häufig auf gemeinsamen ästhetischen und anthropologischen Vorstellungen beruhen.
Abstract
This dissertation examines ideological and aesthetic intersections between right-wing and left-wing thought in the culture of the Weimar Republic. The study challenges the conventional dichotomy between “left” and “right” by demonstrating that literary, cinematic, and cultural discourses between 1918 and 1933 reveal numerous shared motifs and conceptual frameworks. The analysis focuses on key themes such as the relationship between the organic and the mechanical, religious and mythological imagery, concepts of space and time, representations of the active woman, and aesthetic categories including emptiness, color symbolism, and saturation.Methodologically, the dissertation combines cultural studies approaches with literary and film analysis, supported by intellectual-historical contextualization. Through a comparative examination of texts, films, and cultural-political programs, the study shows that both right-wing and left-wing movements employed similar narrative strategies and symbolic structures to respond to experiences of crisis in postwar Germany.The findings highlight that the cultural landscape of the Weimar Republic was shaped less by strict ideological divisions than by complex processes of exchange and convergence. The dissertation thus contributes to a more nuanced understanding of cultural modernity and demonstrates that political oppositions often relied on shared aesthetic and anthropological assumptions.
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