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Abstract

Die Genese der Polis - seit Langem und immer wieder Gegenstand zahlreicher althistorischer Forschungsbeiträge - ist als Prozess zu betrachten, auf den unterschiedliche Faktoren einwirkten und sich gegenseitig bedingten. Mit steigender Komplexität der Lebenswirklichkeit in archaischer Zeit wurde auch die Bewältigung der Aufgaben, denen man sich nur als Gemeinschaft stellen konnte, immer drängender. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie in diesem Zusammenhang Tanz als soziale Handlung die gemeinschaftliche Verbundenheit der Polisbürger festigen konnte und damit eine wichtige Rolle bei der Formierung der Polis spielte. Im Vordergrund steht dabei die Analyse komplexer Tanzgeschehen mitsamt ihres sozio-kulturellen Kontextes. Auch der Tanzplatz als sozialer Handlungsraum wird in den Blick genommen.

Abstract

The emergence of the polis - being a well established field of ancient historical research - can be understood as a process that was influenced by various interdependent conditions. Due to growing complexity of life in the archaic period, mastering community tasks became increasingly important. This thesis investigates how dance, viewed as a social activity, contributed to communitarian connectedness and thereby propelled the formation of the polis. An analysis of complex dance-events along with their socio-cultural context is in the main focus of attention. The dancing-venue in its role as a special sphere of action will also be taken into consideration.