Titelaufnahme
Titelaufnahme
- TitelDigitale Kompetenzen für Lehrkräfte in der beruflichen Bildung – Beiträge zur Modellierung, Messung und Förderung / Niklas Sänger ; Erstgutachter: Prof. Dr. Tobias Jenert, Zweitgutachter: Prof. Dr. H.-Hugo Kremer
- Autor
- Gutachter
- Erschienen
- Umfang1 Online-Ressource (VI, 69 Seiten) Diagramme
- HochschulschriftKumulative Dissertation Universität Paderborn, Dissertation, 2025
- AnmerkungTag der Verteidigung: 04.06.2025
- Verteidigung2025-06-04
- SpracheDeutsch
- DokumenttypDissertation
- Schlagwörter (GND)
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Klassifikation
Zusammenfassung
Die digitale Transformation stellt Lehrkräfte vor eine doppelte Herausforderung: Sie sind selbst Lernende im Zuge des Wandels und gleichzeitig dafür verantwortlich, digitale Kompetenzen bei ihren Lernenden zu fördern. Aus Sicht der beruflichen Bildung besteht eine weitere Herausforderung darin, dass Lehrkräfte zwischen zwei inhaltlichen Referenzsystemen –wissenschaftsorientiertem Fachwissen und praxisbezogenem beruflichem Wissen – vermitteln müssen. Bisherige Forschungsarbeiten fokussieren jedoch primär medienpädagogische Aspekte und vernachlässigen den Einfluss der digitalen Transformation auf die fachlichen Lerngegenstände sowie damit verbundene fachdidaktische Implikationen. Die Dissertation adressiert diese Forschungslücke, indem sie untersucht, wie digitale Kompetenzen von Lehrkräften in der beruflichen Bildung konzeptualisiert, empirisch erfasst und curricular integriert werden können. Sie verfolgt dabei drei zentrale Fragestellungen: (1) Wie lassen sich digitale Kompetenzen im Kontext des doppelten Gegenstandsbezugs theoretisch fundieren? (2) Wie kann ein entsprechendes Kompetenzmodell empirisch operationalisiert werden? (3) Welche Implikationen ergeben sich daraus für die curriculare Gestaltung von Lehramtsstudiengängen? Im Rahmen der kumulativen Dissertation wird zunächst das TPACK-Modell kritisch analysiert und für den Kontext der beruflichen Bildung erweitert. Darauf aufbauend wird ein Messinstrument zur Erfassung digitaler Kompetenzen entwickelt und empirisch validiert. Zudem wird ein hochschuldidaktisches Konzept zur curricularen Integration digitaler Kompetenzen entwickelt und reflektiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der doppelte Gegenstandsbezug ein zentrales Strukturmerkmal digitaler Kompetenzen in der beruflichen Bildung darstellt und bei der Ausbildung von Lehrkräften systematisch berücksichtigt werden muss. Die Dissertation leistet einen konzeptionellen und empirischen Beitrag für den Diskurs um digitale Kompetenzen in der beruflichen Bildung und gibt konkrete Impulse für die Professionalisierung von Lehrkräften im Zuge der digitalen Transformation.
Abstract
The digital transformation presents teachers with a double challenge: They are themselves learners in the course of change and, at the same time, they are responsible for promoting digital competencies among their learners. From the perspective of vocational education and training, a further challenge is that teachers have to mediate between two content-related reference systems – scientific-oriented knowledge and practice-oriented vocational knowledge. However, previous research has primarily focused on media pedagogical aspects and neglected the influence of the digital transformation on the subject-specific learning objects and the associated didactic implications. The dissertation addresses this research gap by investigating how digital competencies of teachers in vocational education can be conceptualized, empirically captured and integrated into curricula. It pursues three central questions: (1) How can digital competencies be theoretically substantiated in the context of the dual subject matter? (2) How can a corresponding competency model be empirically operationalized? (3) What implications does this have for the curricular design of teacher training courses? As part of the cumulative dissertation, the TPACK model is first critically analyzed and extended for the context of vocational education and training. Building on this, a measurement instrument for assessing digital competencies is developed and empirically validated. In addition, a higher education didactic concept for the curricular integration of digital competencies is developed and reflected upon. The results show that the dual subject matter is a central structural feature of digital competencies in vocational education and training and must be systematically taken into account in the training of teachers. The dissertation makes a conceptual and empirical contribution to the discourse on digital competencies in vocational education and training and provides concrete impulses for the professionalization of teachers in the course of the digital transformation.
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