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Abstract

Die Nutzung digitaler Medien nimmt im Alltagsleben von Jugendlichen einen zunehmenden Raum ein. Besonders attraktiv sind soziale Netzwerke, die im privaten außerschulischen Kontext häufig frequentiert werden. Diese Entwicklung führte zu der Frage, inwieweit in solchen informellen Zusammenhängen Aktivitäten von Jugendlichen identifiziert werden können, die selbstgesteuerte Lernprozesse beinhalten, welche auch für schulische Kontexte von Bedeutung sind. Hierzu wurden in der Online-Community schülerVZ so genannte „Themengruppen“ untersucht, die von Nutzerinnen und Nutzern selbst eingerichtet und moderiert wurden. Eine spezifische Ausprägung dieser Gruppen nutzten Jugendliche dazu, selbstgeschriebene Texte zu präsentieren und zu diskutieren. Die vorliegende Arbeit ist interdisziplinär angelegt. Zunächst werden Ansätze zur Mediatisierung der Lebenswelt Jugendlicher, zum informellen und selbstregulierten Lernen, zur Schreibprozessforschung sowie zur Feedbackforschung dargestellt. Diese dienen als Grundlage für die qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Themenstränge aus den Schreibgruppen. Nach der Beschreibung der Konzeption und Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse werden deren Ergebnisse dargelegt und interpretiert. Abschließend werden Gelingensbedingungen für die untersuchten Feedbackprozesse beschrieben und Möglichkeiten diskutiert, wie informelle und schulische Lernprozesse vor diesem Hintergrund stärker miteinander verbunden werden können.

Abstract

The use of digital media takes an increasing part in everyday life of young people. Particularly attractive are social networks that are often frequented in a private context outside of school. This development led to the question whether in such informal contexts activities of young people can be identified that involve self-regulated learning processes, which are also relevant for school contexts. For this purpose so-called "interest groups" in the online community schülerVZ, which were set up and moderated by users themselves, were examined. Young people used a specific form of these groups to present and discuss self-written texts. This dissertation has an interdisciplinary approach. First concepts of the mediatization of young peoples life, of informal and self-regulated learning, of the writing process and of effective feedback are presented. These are taken as a basis for the qualitative content analysis of selected threads from the writing groups. After describing the design and realization of the qualitative content analysis the results are presented and interpreted. Finally conditions for the success of the investigated feedback processes are described and options to strengthen the links between informal and formal learning processes are discussed.

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